Privatflüge ans WEF in Davos GR nehmen laut Greenpeace zu

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Prättigau,

Seit 2023 hat sich die Zahl der Privatflüge zum WEF mehr als verdreifacht. Viele Reisen sind innereuropäisch und könnten mit dem Zug absolviert werden.

Eigentlich könnten viele Manager und Politiker das Weltwirtschaftsforum in Davos GR auch mit dem Zug erreichen, meint Greenpeace. (Archivbild)
Eigentlich könnten viele Manager und Politiker das Weltwirtschaftsforum in Davos GR auch mit dem Zug erreichen, meint Greenpeace. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Privatflüge ans WEF nimmt laut einer Studie von Greenpeace zu.
  • Die Organisation kritisiert, dass die Reichen die grösste Bedrohung befeuern.
  • Ihnen scheint die «Schneise der ökologischen Zerstörung vollkommen gleichgültig» zu sein.

Immer mehr Topmanager und Politikgrössen reisen nach einer Auswertung von Greenpeace im Privatjet zum Weltwirtschaftsforum nach Davos GR. Im Vergleich zu 2024 und 2025 nahm die Zahl der an den umliegenden Flughäfen angemeldeten Privatflüge demnach um zehn Prozent zu.

«Das Weltwirtschaftsforum will Antworten auf globale Probleme finden, aber die Reichen und Mächtigen befeuern mit ihren Luxusemissionen die Klimakrise und damit die grösste Bedrohung unserer Zukunft», kritisierte Greenpeace-Sprecherin Lena Donat. «Wenn klimaschonende Alternativen einfach ignoriert werden, dann gehören extrem klimaschädliche Privatflüge sofort verboten.»

WEF
Viele der Reichen und Mächtigen reisen mit dem Privatjet ans WEF nach Davos. - keystone

Für die Erhebung liess Greenpeace die Privatflugbewegungen an den sieben Flughäfen rund um Davos in Wochen des Weltwirtschaftsforums (WEF) mit denen in Durchschnittswochen vergleichen. In der WEF-Woche 2025 wurden demnach 709 über das normale Mass hinausgehende Privatflüge registriert. Ein Jahr zuvor waren es 628, im Jahr 2023 hingegen noch 227 zusätzliche Flüge gewesen.

Privatflüge verursachen laut Greenpeace pro Passagier etwa zehnmal so viel Treibhausgase wie ein Linienflug und etwa fünfzigmal so viel wie eine Zugfahrt.

«Reichen scheint ihre ökologische Zerstörung vollkommen gleichgültig zu sein»

Die meisten Privatflüge zum Weltwirtschaftsforum starteten laut Greenpeace-Report aus Frankreich (20 Prozent), es folgen Grossbritannien (13 Prozent) und Deutschland (12 Prozent). Generell seien die Flüge meist innereuropäisch, etwa 70 Prozent liessen sich auch innerhalb eines Tages mit dem Zug absolvieren. «Vielen Superreichen scheint es vollkommen gleichgültig zu sein, dass ihr Lebensstil eine Schneise der ökologischen Zerstörung hinter sich herzieht», kritisierte Donat.

Das Weltwirtschaftsforum beginnt am Montag in der Bündner Gemeinde Davos. In diesem Jahr werden rund 3000 Teilnehmende aus Politik und Wirtschaft erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump. Am Flughafen Zürich werden zum Beispiel rund 1000 Zusatzflüge während des WEF erwartet. Das sind ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren, wie der Flughafen am Dienstag mitteilte.

Kommentare

User #6038 (nicht angemeldet)

Sehe es anders als die Kleber.

User #4170 (nicht angemeldet)

Denen geht es nur um das grosse $$$ und nicht um die Umwelt. Hehehe. LOL.

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