Parlament will bessere Ausbildung von Assistenzhunden
Organisationen, welche Assistenzhunde ausbilden, sollen in der Schweiz künftig eine Zertifizierung durchlaufen müssen. Zudem sollen spezifische Bezeichnungen für die verschiedenen Typen von Assistenzhunden eingeführt werden.

Nach dem Ständerat hat am Mittwoch auch der Nationalrat eine Motion des Waadtländer FDP-Ständerats Pascal Broulis mit diesen Forderungen angenommen. Sie geht damit zur Umsetzung an den Bundesrat. Das Geschäft passierte in der grossen Kammer diskussionslos.
Assistenzhunde unterstützten Menschen mit Epilepsie, Diabetes, neurodegenerativen Erkrankungen, körperlichen Behinderungen oder Entwicklungsstörungen wie Autismus, schrieb Broulis in seinem Vorstoss. Die Nachfrage nach speziell für diesen Zweck ausgebildeten Hunden steige.
Die Schweiz verfüge bereits über international anerkannte Ausbildungsstätten, die hohe Standards anwendeten, schrieb Broulis weiter. Offizielle Standards fehlten aber, und so könne heute jeder und jede seinen oder ihren Betrieb als Ausbildungsstätte für Assistenzhunde bezeichnen.
Es brauche deshalb einen spezifischen Rechtsrahmen für Schulungen der Hunde. Zertifizierte Ausbildungen erhöhten die öffentliche Sicherheit, indem ungeeignete Hunde aus dem öffentlichen Raum ferngehalten würden. Und die Zertifizierung gewährleiste eine Unterstützung von hoher Qualität für Menschen mit Behinderungen.
Als Beispiel für eine spezifischere Bezeichnung von Assistenzhunden nannte Broulis in seinem Vorstoss den Begriff «Medizinischer Warnhund».










