Parlament

Parlament bewilligt eine zusätzliche Million für den Giftnotruf

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Der von Geldmangel bedrohte Giftnotruf von Tox Info erhält vom Bund gut eine Million Franken zusätzlich. Das Parlament hat das in der Budgetdebatte entschieden.

Toxinfo
Personen überreichen die Giftnotruf-Petition mit 100'000 Unterschriften, am Mittwoch, 10. September 2025, in Bern. Der Giftnotruf 145 steht vor dem Aus. - keystone

Vorgespurt hatte hier der Nationalrat. Er bewilligte für die Suchtprävention und Tox Info eine Aufstockung von insgesamt 1,5 Millionen Franken. 1,1 Millionen Franken davon soll der Giftnotruf erhalten, der Rest soll für die Suchtprävention reserviert sein. Der Ständerat schloss sich am Dienstag stillschweigend an.

Der Bundesrat lehnte die Erhöhung ab. Er bedauere, dass sich private Träger des Giftnotrufes aus ihrem Engagement zurückgezogen hätten und die Finanzierung der öffentlichen Hand überlassen wollten, sagte Finanzministerin Karin Keller-Sutter in den Ratsdebatten dazu.

Noch gibt es im Budget 2026 aber etliche umstrittene Punkte

Das Innendepartement suche zurzeit eine neue Regelung mit den privaten Trägern für die Finanzierung von Tox Info. Eine Aufstockung würde die Verhandlungsposition des Bundes gegenüber diesen privaten Akteuren schwächen, warnte sie vergebens.

Noch gibt es im Budget 2026 aber etliche umstrittene Punkte. Darunter sind die Ausgaben für Schweiz Tourismus, der Betriebsaufwand für die Armee, Mittel für landwirtschaftliche Beratungen und eine Verschiebung von Geldern von der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Auch bei Funktionsaufwänden und Ressourcenpools gibt es noch Differenzen.

Nun geht das Budget für die dritte und letzte Beratung in den Nationalrat. Sind die Differenzen danach nicht bereinigt, muss sich eine Einigungskonferenz an die Arbeit machen. Über deren Anträge entscheiden die Räte am kommenden Freitag, dem letzten Tag der Wintersession.

Kommentare

User #4843 (nicht angemeldet)

Wieviele Dumme schlucken den Giftige Substanzen? Eine Hotline solche brauchten wir 1980 nicht

User #4636 (nicht angemeldet)

Wieviele Anrufe kommen denn da im Jahr? Wievielen davon kann überhaupt geholfen werden am Telefon? Lungern die Leute dann nur rum und stecken sich die Taschen voll. Wer was hat soll in den Notfall fahren und gut ist. Das hat schon einen Grund, warum sich die privaten zurückziehen. Es bringt nämlich gar nichts.

Weiterlesen

Giftnotruf
1 Interaktionen
Giftnotruf
46 Interaktionen
Anwältin verrät

MEHR PARLAMENT

Delcy Rodríguez
1 Interaktionen
Caracas
Passerelle
21 Interaktionen
Zürich
Street food in Dhaka
Dhaka

MEHR AUS STADT BERN

1 Interaktionen
Bern
10 Interaktionen
25'000 Franken
Berner Fasnacht
12 Interaktionen
Seit Corona
BLS
Kanton Bern