Neuer Landesmantelvertrag im Bau kann in Kraft treten
Der neue Landesmantelvertrag im Schweizer Baugewerbe kann rückwirkend auf den 1. Januar in Kraft treten. Nach den Baumeistern haben auch die gewerkschaftlich vertretenen Bauarbeiter dem Gesamtarbeitsvertrag zugestimmt.

Die in der Gewerkschaft Unia und Syna organisierten Bauarbeiter und Bauarbeiterinnen hiessen an ihrer Berufskonferenz das Vertragswerk gut, wie die beiden Gewerkschaften am Samstag mitteilten. Die Syna stimmte an einer Online-Konferenz vom Dienstag dem neuen Landesmantelvertrag mit 70 Ja- zu 6 Nein-Stimmen bei 6 Enthaltungen zu.
Guido Schluep, Co-Branchenleiter Bau der Syna, sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA diese Woche auf Anfrage, die klare Zustimmung der Syna-Mitglieder habe ihn positiv überrascht. «Gerade bei so vielen Neuerungen ist Zurückhaltung oft normal.» Umso mehr zeige dieses Resultat das Vertrauen in den neuen Vertrag.
Die Arbeitgeber, also der Schweizerische Baumeisterverband, hatten dem neuen Vertrag bereits am 17. Dezember an einer Delegiertenversammlung zugestimmt.
Nach zehn Verhandlungsrunden einigten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer Mitte Dezember quasi in letzter Minute auf einen neuen Landesmantelvertrag, der bis Ende 2031 gelten wird. Er löst den Vertrag ab, der Ende 2025 auslief und regelt die Arbeitsbedingungen von rund 80'000 Bauarbeitern.
Vereinbart wurde unter anderem die Einführung einer neuen Arbeitszeitplanung. Neu sollen Firmen auch ein Arbeitszeitmodell wählen können mit einer konstanten täglichen Arbeitszeit und dafür mehr Über- und Minderstunden. Laut den Gewerkschaften wird mit der erzielten Einigung ausuferndes Lohndumping verhindert.
Bestandteil der Einigung sind ein Lohnpaket und eine Absicherung der Teuerung sowie substanzielle Erhöhungen der Zuschläge und Zulagen im Untertagebau. Die Gewerkschaft hoben hervor, die Reisezeiten der Bauarbeiter würden mit dem neuen Vertrag «deutlich besser abgegolten».
Im Herbst hatten in der ganzen Schweiz Bauarbeiter in mehreren Städten Demonstrationen für ein gutes Resultat in den Verhandlungen durchgeführt.






