Kanton Bern unterstützt Olympische Winterspiele 2038 in der Schweiz
Der Kanton Bern findet eine Kandidatur der Schweiz für die Olympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz grundsätzlich eine gute Sache. Er pocht jedoch auf die Sicherstellung der Finanzierung. Eine Defizitgarantie will der Kanton nicht leisten. Eine solche müsse privat erfolgen.

Ohne eine sichere Gesamtfinanzierung mit privater Defizitgarantie müsse die Schweiz auf die Durchführung des Grossanlasses verzichten, teilte die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Donnerstag mit.
In der Tat sehen die Promotoren eine privat finanzierte Defizitgarantie von 200 Millionen Franken vor.
Weiter erwartet der Kanton Bern vom Bund auch einen engen Einbezug in das Projekt und eine frühzeitige Präzisierung der kantonalen Kostenverteilung. Dies sei wichtig für mögliche Volksabstimmungen in den Austragungskantonen.
Olympiakandidaturen haben in der Schweiz nämlich nicht immer einen leichten Stand. Viele scheiterten bereits, manche schon in frühem Stadium. So verwarfen die Berner Stimmberechtigten 2002 hochkant die Kandidatur «Bern-Montreux» für die Winterspiele 2010.
Insgesamt begrüsst der Regierungsrat den Entwurf des Bundesratsbeschlusses zur Unterstützung der Schweizer Kandidatur für 2038.
Die Berner Kantonsregierung sieht in dem Grossanlass «eine substanzielle Chance für Sport, Tourismus, Regionalentwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt».
Der Regierungsrat würdigt in seiner Antwort zur Vernehmlassung besonders den dezentralen Austragungsansatz und das klare Bekenntnis zur Nutzung bestehender Infrastrukturen.
Gemäss Konzept sollen mit der Schlussfeier der Olympischen Spiele und der Eröffnungs- und Schlusszeremonie der Paralympischen Spiele zentrale Festakte im Kanton Bern stattfinden.










