Marcel Dettling soll die SVP in die Wahlen 2023 führen. Vor allem die Migration von Asylbewerbern dürfte er ins Zentrum des Wahlkampfs rücken.
Der Schwyzer Nationalrat Marcel Dettling (rechts) soll Wahlkampfleiter der SVP für die Eidgenössischen Wahlen 2023 werden.
Der Schwyzer Nationalrat Marcel Dettling (rechts) soll Wahlkampfleiter der SVP für die Eidgenössischen Wahlen 2023 werden. - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX
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Das Wichtigste in Kürze

  • Marcel Dettling wird Wahlkampfleiter der SVP.
  • Der Schwyzer Nationalrat wird für die Region Zentralschweiz und Zürich zuständig sein.
  • Er deutet an, dass Migration und Sozialhilfe die Hauptthemen sein dürften.

Der Schwyzer SVP-Nationalrat Marcel Dettling (40) soll die SVP in die Eidgenössischen Wahlen 2023 führen. Der Wahlkampfleiter der grössten Schweizer Partei dürfte die Migration von Asylbewerbern aus Afrika und die Sozialhilfe ins Zentrum der Kampagne rücken.

Der SVP-Parteipräsident Marco Chiesa, Fraktionschef Thomas Aeschi und die Parteileitungsgremien hätten ihn wegen der Wahlkampfleitung angefragt, sagte Dettling in einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen. Die Aufgabe des Wahlkampfleiters sei zeitlich begrenzt. Das passe vom Betrieb und von der Familie her für ihn.

SVP Dettling Wahlen 2023
Nationalrat Marcel Dettling ist der Kampagnenleiter der SVP für die Wahlen 2023. - keystone

Es sei für ihn eine Bedingung gewesen, ein schlagkräftiges Team zu haben. Die SVP habe Gebietsverantwortliche bestimmt: für die Ostschweiz Nationalrat Manuel Strupler (TG), für die Region Basel, Bern, Aargau und Solothurn Nationalrätin Sandra Sollberger (BL) und für die Westschweiz sowie das Tessin Ständerat Marco Chiesa (TI).

Dettling kritisiert Asylsystem als nicht zukunftsfähig

Er selbst sei für de Regionen Zentralschweiz und Zürich zuständig. Es sei noch zu früh, um die Hauptthemen im Wahlkampf zu benennen. Die Bereiche Migration und Sozialhilfe dürften die Schweiz aber in den nächsten Jahren sehr stark beschäftigen, sagte Dettling. Es gebe Ausländergruppen mit einer Sozialhilfequote von über 80 Prozent.

Vor allem die Zahl afrikanischer Sozialhilfebezüger sei in den letzten zehn Jahren massiv um 130 Prozent gestiegen. Das sei eine unglaublich hohe Zahl und die Kosten gingen in die Milliarden. Die Gemeinden stünden vor gewaltigen Herausforderungen. Es drohe die Gefahr, dass die Sozialwerke ausgehöhlt würden.

Es frage sich, ob das Asylwesen noch dem Urgedanken des humanitären Asyls entspreche oder ob es um die Einwanderung in die Sozialwerke gehe. Die Schweiz schaffe kaum Asylbewerber zurück, selbst wenn sie kein Aufenthaltsrecht erhielten. Das heutige Asylsystem sei nicht zukunftsfähig.

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