Der Bundesrat setzt eine Änderung bei den Krankenkassenprämien per 1. Januar 2019 in Kraft. Diese entlastet die Prämien bei 19- bis 25-jährigen und bei Kindern. So stark, dass die Prämien insgesamt sogar sinken könnten.
Krankenkassen Ombudsstelle
Mit der Corona-Krise gab es weniger Fälle bei Ombudsstelle der Krankenversicherer. (Symbolbild) - Keystone
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat setzt Gesetzesänderungen bei den Krankenkassenprämien auf 1. Januar 2019 in Kraft.
  • Diese betreffen Kinder in Haushalten mit tiefen und mittleren Einkommen sowie junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren
  • Der Bundesrat rechnet damit, dass die Prämien sogar sinken könnten.

Normalerweise freut sich der geneigte Prämienzahler schon, wenn bei der Krankenkassenprämie der Anstieg gedämpft wird. Junge Erwachsene und Familien mit Kindern können sich nun sogar auf sinkende Prämien freuen, stellt der Bundesrat in Aussicht.

Rabatte durch Versicherer, Prämienverbilligung durch Kantone

Was umständlich tönt, könnte finanziell einschenken. Für die gesunden jungen Erwachsenen sollen die Krankenkassen 50 Prozent weniger in den Risikoausgleich einzahlen müssen. Diese Einsparungen können an die Versicherten weitergegeben werden.

Bei Haushalten mit tiefen und mittleren Einkommen müssen die Kantone ab nächstem Jahr mehr Prämienverbilligungen für Kinder gewähren. Statt wie bisher 50 müssen neu die Prämien um 80 Prozent verbilligt werden. Bei jungen Erwachsenen in Ausbildung bleiben die Prämienverbilligungen bei 50 Prozent.

Die Kehrseite: Irgendwoher muss das Geld kommen

Die Kantone haben bis 2021 Zeit, dies umzusetzen – und zu finanzieren. Und: Weil die jungen Erwachsenen weniger in den Risikoausgleich zugunsten der durchschnittlich weniger gesunden Bevölkerung einzahlen müssen, müssen die «alten» Erwachsenen das kompensieren.

Oder wie das der Bundesrat in seiner Mitteilung formuliert: «Deren Prämien könnten aufgrund dieser Umverteilung steigen.» Man beachte die optimistische Formulierung, dass das nicht zwingend der Fall sein muss.

Mehr zum Thema:

Bundesrat