Klimaaktivisten riefen zur Demo vor dem Bundeshaus auf. Die Aktion verlief friedlich. Jedoch musste die Polizei vor dem Bahnhof Aktivisten wegschleifen.
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Schweizer Klimaaktivisten legen sich vor dem Bundeshaus auf den Boden. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • «Die Welt liegt im Sterben», verkündeten heute Aktivisten vor dem Bundeshaus.
  • Bürgerliche Politiker ärgerten sich über die Aktion auf dem Bundesplatz.
  • Mit etwa 50 Polizisten wurde der Platz vor den rund 80 Demonstranten gesichert.

Heute Donnerstagmorgen sollte es blutig werden auf dem Bundesplatz in Bern. Rund 80 Klimaaktivisten hatten zu einer Aktion vor dem Bundeshaus aufgerufen. Grund: «Die Welt, wie wir sie kennen, liegt im Sterben», so die Aktivisten von «Extinction Rebellion Switzerland».

Eingreifen musste die Polizei auf dem Bundesplatz nicht. Dafür kam es beim Bahnhofplatz zu einer Störaktion. Aktivisten legten sich auf den Fussgängerstreifen vor dem Bahnhofs-Gebäude. Demonstranten leisteten nach der Aktion auf dem Bundesplatz vor dem Bahnhof «passiven Widerstand», wie die Polizei gegenüber Nau bestätigt hat.

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Das neue Polizeirecht von Bern ist umstritten: Im Bild: Demonstranten legen sich vor dem Bahnhof Bern auf einen Fussgängerstreifen. (Archiv) - Youtube/Extionction Rebellion Switzerland

Die Kantonspolizei musste die Demonstranten wegschleifen. Die Lage blieb jedoch ruhig.

Falsches Blut konfisziert

Bereits vor dem Bundeshaus legten sich die Aktivisten für eine Inszenierung auf den Boden. Die rote Flüssigkeit wurde jedoch schon vorab von der Polizei konfisziert.

Zurzeit findet in Bundesbern die Sommersession der National- und Ständeräte statt. Die Parlamentarier wurden am Mittwochabend bereits vorgewarnt, dass der Haupteingang des Bundeshauses am Morgen erschwert sein werde.

Bürgerliche reagieren empört

Bei bürgerlichen Politikern kam diese Ankündigung nicht gut an. «Nein, liebe Klimastreiker und Rebellen, Demokratie ist nicht verhandelbar», meinte etwa Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP) auf Twitter.

SVP-Nationalrat Roger Köppel echauffierte sich: «Die Sicherheitsleute des Bundeshauses verweisen die Parlamentarier auf Nebeneingänge – Filetweich.»

Frühzeitig Polizeisperren

Schliesslich war die Polizei mit einem Grossaufgebot von rund 50 Sicherheitskräften vor Ort. Gegenüber Nau bestätigt sie, dass die Kundgebung weitgehend ruhig verlaufen sei und man hier nicht eingreifen musste. Man habe frühzeitig Sperren aufgestellt, um den Parlamentariern den Zugang zum Bundeshaus zu gewähren.

Wasserfallen bedankte sich dann auch bei den Polizisten und Sicherheitskräften für den Einsatz.

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