Inflation

    Inflation in der «Arena»: Viele Lösungsvorschläge, keine Einigung

    Annina Häusli
    Annina Häusli

    Zürich,

    Weltweit steigt die Inflation, auch in der Schweiz wird vieles teurer. Wie dem Volk geholfen werden kann, ist politisch umstritten – auch in der «Arena».

    arena inflation
    Man wurde sich in der Arena zum Thema Inflation nicht einig, wie denn nun am besten dagegen gekämpft werden kann. - Screenshot SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aufgrund der Inflation steigen hierzulande die Preise für Konsumgüter stark an.
    • Die Parteien haben alle unterschiedliche Forderungen, wie der Bevölkerung zu helfen ist.
    • Links will man Löhne und Renten erhöhen, rechts das Benzin verbilligen und Steuern senken.

    2,9 Prozent beträgt der Inflationswert aktuell. Das heisst, dass Schweizerinnen und Schweizer derzeit 2,9 Prozent mehr bezahlen für Konsumgüter und Dienstleistungen. Die SNB hat, um dagegen anzukämpfen, ihren Leitzins erhöht. Doch in der Politik fordern alle zusätzliche Massnahmen.

    In der «Arena» zur Inflation debattierten am Freitagabend die Bundesratsparteien und der schweizerische Gewerkschaftsbund über die besten Lösungen.

    Inflation: Kaufkraft mit Lohnerhöhung ankurbeln

    Die SP und Gewerkschaften, vertreten von Samira Marti (BL) und Ökonom Daniel Lampart, wollten Lohnerhöhungen. Während die Produktion stetig wachse, würden die Löhne seit Jahren stagnieren, so Marti.

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    Samira Marti (SP) vertritt den Standpukt, dass es Lohnerhöhungen brauche, um die Inflation auszugleichen. - Screenshot SRF

    Laut Lampart verlor eine Familie zuletzt etwa 2000 Franken an Kaufkraft pro Jahr. Für ihn absolut ein Grund, die Löhne so schnell wie möglich n die Höhe zu schrauben. «Sonst haben wir bald grössere Probleme.»

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    Ökonom Lampart vertrat in der Arena zur Inflation ebenfalls eine klare Position: Es braucht Lohnerhöhungen. - Screenshot SRF

    Der Standpunkt von SVP-Mann Thomas Matter (ZH) blieb, wie schon seit Monaten klar ist, bei einer Benzin-Verbilligung. Er merke die Inflation selbst am meisten beim Benzin-Preis, auch andere Energie-Preise werden weiter steigen.

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    SVP-Politiker Thomas Matter in der SRF-Arena zur Inflation: Er fordert billigeres Benzin. - Screenshot SRF

    Von den Vorschlägen aus dem linken Lager hielt er wenig überraschend nicht viel. «Diese Massnahmen gehen zu Lasten des hart arbeitenden Mittelstandes, der das aus seinem Sack bezahlen muss.»

    Die Mitte schlägt sich auf linke Seite

    Gemeinsam mit Mitte-Nationalrat Philipp Kutter (ZH) forderten Lampart und Marti ebenfalls eine Senkung der Krankenkassenprämien, primär für Rentnerinnen und Rentner.

    Dass die Mitte nun gemeinsame Sachen mit den Linken macht, das ging SVP-Matter gegen den Strich. «Ich war schon etwas schockiert, als ich gehört habe, die Mitte macht plötzlich mit der SP eine sozialistische Umverteilung.» Kutter verteidigte sich: «Wir brauchen Lösungen, kein Parteiengeplänkel.»

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    Mitte-Nationlrat Kutter war ebenfalls zu Gast in der Arena. Die Mitte spannt beim Thema mit den Linken zusammen. - Screenshot SRF

    FDP-Nationalrat Olivier Feller (VD) ging in der ganzen Diskussion etwas unter. Er forderte vor allem Ruhe und «keine überstürzten Massnahmen». Er sprach sich für Steuersenkungen aus.

    Kaufen Sie wegen der Inflation andere Sachen ein?

    Einig wurden sich die Studiogäste bis zum Schluss nicht.

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