Bundesrat

Hitzewelle für Bundesrat Rösti klares Zeichen für Klimawandel

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Bundesrat Albert Rösti hat am Donnerstag im Tagesgespräch von Radio SRF die Hitzewelle als klares Zeichen der Klimaentwicklung verortet. Man dürfe nun nicht Katastrophenszenarien heraufbeschwören, aber Raumplanungsmassnahmen zum Hitzeschutz sind wie eine konsequente Dekarbonisierung nach Röstis Aussagen unabdingbar.

Albert Rösti AKW-Verbot
Bundesrat Albert Rösti. - keystone

Man dürfe nicht bei jedem Unwetter gleich auf die Klimakrise schliessen, so der Umwelt-, Verkehrs und Energieminister im Gespräch. Aber die Hitzewelle sei als klares Zeichen dafür zu werten.

Auch wenn man nun in Sachen Alarmismus nicht übertreiben sollte, sei die Hitze als grosse Gefahr für Mensch und Umwelt wahrzunehmen, sagte der Bundesrat, der zugab, in seiner Zeit als Nationalrat nicht als der grosse Klimapolitiker aufgefallen zu sein.

Rösti betonte die Notwendigkeit von Anpassungsmassnahmen wie mehr Grünflächen in Städten und äusserte sich mit Sorgen über die Auswirkungen für vulnerable Personen. Bei vorsorglichen und schützenden Massnahmen, etwa durch Begrünung in den Städten, seien aber in vorderster Front die Kantons und Städte gefragt, während der Bund beratend und allenfalls finanziell etwas beitragen könne.

Auf Bundesebene geht es laut Rösti darum, den Ausstieg aus den fossilen Energien weiter voranzutreiben. Er sei ein grosser Freund erneuerbarer Energien wie Solar-, Wind und Wasserkraft, wolle sich aber der Kernenergie als Option nicht verschliessen.

Seine vordringliche Aufgabe sei es, die Stromversorgung im Land zu garantieren. Das müsse auch an dem durch viele Einsprachen verlangsamten Ausbau der Erneuerbaren vorbei garantiert werden können. Auch von radikalen Massnahmen wie etwa einer drastischen Erhöhung von Benzin- und Heizölpreisen hält Rösti aus realpolitischen Gründen nicht viel.

Kommentare

User #1494 (nicht angemeldet)

Die Begriffe "Klima", "Nachhaltigkeit" oder "Transparenz" sind in der Tat hochgradig politisierte Triggerwörter, die bei vielen Entscheidungsträger:innen – besonders in neoliberalen und wirtschaftsliberalen Kreisen – automatische Abwehrreflexe auslösen. Diese Reflexe sind kein Zufall, sondern das Ergebnis von Jahrzehnten gezielter Framing-Strategien durch Think Tanks, Lobbyverbände und PR-Agenturen.

User #2178 (nicht angemeldet)

Und es gibt immer noch Leute, die gegen CO2 neutrale Energie wie z.b. Kernkraft sind. Stattdessen halten sie an den fossilen fest oder noch schlimmer, wollen unsere schöne Natur mit Windkraftmonstern zubetonieren.

Weiterlesen

Dessert
104 Interaktionen
Pflicht?

MEHR BUNDESRAT

Zürich-Winterthur
2 Interaktionen
Biel BE
Albert Rösti Klima-Aktivisten
1'180 Interaktionen
Im Video

MEHR AUS STADT BERN

2 Interaktionen
Bern
3 Interaktionen
Benken ZH/ Beringen SH