Bundesrat Rösti lanciert Ausbau der Bahnstrecke Zürich-Winterthur
Bundesrat Albert Rösti hat am Donnerstagmorgen den Startschuss für den Ausbau der Bahnstrecke Zürich-Winterthur gegeben. Die ganze Schweiz profitiere vom Ausbau auf vier Spuren, hiess es.

«Mit dem heutigen Baustart beginnt die Realisierung eines sehr grossen und wichtigen Projekts», wird Bundesrat Albert Rösti in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Zürich profitiere vom längerfristigen Bahnausbau, auch den Zimmerberg-Basistunnel II und den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen priorisiere der Bund, so Rösti.
Auch SBB-CEO Vincent Ducrot und der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) waren anwesend. Neukom nannte den Ausbau einen «Bypass am ÖV-Herzen der Schweiz». Die Kapazität zwischen den grössten Zürcher Städten werde um 30 Prozent ausgebaut.
Ducrot sprach von einem «Projekt der Superlative». Die SBB investierten pro Tag Bauzeit rund eine Million Franken. «Wir setzen alles daran, um die Auswirkungen der umfangreichen Bauarbeiten zu minimieren», sagte er.
Die SBB bauen während rund eines Jahrzehnts in Gleisnähe und in einem der meistbefahrenen Korridore des Schweizer Bahnnetzes. Dabei muss auch in der Nacht gearbeitet werden. Mit dem Fahrplanwechsel 2037 soll der Mehrspurausbau in Betrieb gehen.
Mit dem Projekt werden die Bahnhöfe Wallisellen, Dietlikon, Bassersdorf und Winterthur Töss ausgebaut. Auch erste Vorarbeiten für den neun Kilometer langen Brüttenertunnel starten. Dieser besteht aus zwei je einspurigen Röhren. Die Fahrzeit von Zürich nach Winterthur wird sich mit dem Brüttenertunnel um bis zu acht Minuten verkürzen, der Viertelstundentakt im Regionalverkehr wird möglich.
Der Bau des Brüttenertunnels wird 4,5 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial ans Tageslicht befördern. Dies entspricht 45 Mal dem Gewicht des Zürcher Grossmünsters. Um das ganze Material abzutransportieren, braucht es an den Tunnelportalen grosse Installationsplätze und Förderbänder. Das Erdreich kommt per Güterzug in Kiesgruben, die daraus Beton produzieren.










