Genf beschert dem Bund bis zu 800 Millionen Franken
Der Bund erhält 2025 bis 2028 überraschende Mehreinnahmen von 600 bis 800 Millionen Franken aus Genf.

In den letzten Tagen sorgten unerwartete Informationen aus dem Kanton Genf für Diskussionen in der Bundesfinanzverwaltung. Der Kanton Genf muss provisorische Steuerrechnungen nachholen, weil er diese bei Unternehmen bislang nicht ausreichend ausgestellt hat, berichtet das «SRF».
Der Bund rechnet laut der Eidgenössische Finanzverwaltung mit Mehreinnahmen von rund 600 bis 800 Millionen Franken wegen der Nachholaktionen. Diese Einnahmen entstehen zwischen den Jahren 2025 und 2028.
Genfer Unternehmen als Steuermotor
In Genf sind zahlreiche Rohstoff- und Energieunternehmen ansässig, die durch stark gestiegene Rohstoffpreise hohe Gewinne erzielten. Diese Gewinnsteigerung trug entscheidend zur erhöhten Steuerbasis in Genf bei, wie die Finanzverwaltung angibt.
Die Mehreinnahmen sind vor allem auf die Boomjahre 2022 und 2023 zurückzuführen, so das «SRF». Im Zuge des Ukraine-Kriegs stiegen die Preise und Gewinne extrem, stellt die Verwaltung im Bund fest.
Budgetdebatte und Verwendung der neuen Mittel
Für das Jahr 2026 bleiben dem Bund laut Schätzung rund 290 Millionen Franken mehr als geplant zur Verfügung. Dieser zusätzliche Betrag schafft kurzfristig mehr Handlungsspielraum im Bundesbudget und bei Investitionen, wie «zentralplus» berichtet.

Experten warnen jedoch, dass die Effekte für die Jahre 2027 und 2028 deutlich geringer ausfallen könnten. Das Parlament muss daher sorgfältig abwägen, wie diese temporären Mittel verwendet werden sollen.












