Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat am Montag vor dem Bundeshaus in Bern «echte» Gleichstellung gefordert. Hinsichtlich des Frauen-Streiktags am 14. Juni und der AHV-Abstimmung rief er zu höheren Löhnen für Frauen statt höherem Rentenalter auf.
Am 14. Juni wird wieder zum Frauenstreik aufgerufen. Zum Auftakt forderten Gewerkschaftsfrauen am Montag vor dem Bundeshaus «echte» Gleichstellung und sprachen sich gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters aus. (Symbolbild)
Am 14. Juni wird wieder zum Frauenstreik aufgerufen. Zum Auftakt forderten Gewerkschaftsfrauen am Montag vor dem Bundeshaus «echte» Gleichstellung und sprachen sich gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters aus. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Das Wichtigste in Kürze

  • Frauen könnten heute im Alter noch immer nicht von der AHV leben, teilte der SGB mit.

Das habe sich weder seit der Einführung des Frauenstimmrechts vor einem halben Jahrhundert noch seit dem Frauenstreik 2019 geändert. «Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen sinkt nicht und die Frauenrentenlücke bleibt skandalös.»

Die Betroffenen forderten mehr Respekt für ihre Arbeit, heisst es seitens des SGB. Das bedeute höhere Löhne für Frauen statt eines höheren Rentenalters.

Am 25. September stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die AHV 21, die Reform der Altersvorsorge, ab. Diese sieht eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre vor. Gewerkschaften hatten das Referendum dagegen ergriffen.

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