Digitale Kompetenzen in der Schweiz unterscheiden sich teils stark

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Neuchâtel,

Die digitale Teilhabe in der Schweiz ist im internationalen Vergleich zwar hoch. Doch innerhalb des Landes bestehen grosse Unterschiede. So haben ältere Menschen und Personen mit tieferem Bildungsstand das Nachsehen.

Die digitale Teilhabe in der Schweiz ist im internationalen Vergleich hoch. Doch ältere Menschen und Personen mit tieferem Bildungsstand das Nachsehen. (Archivbild)
Die digitale Teilhabe in der Schweiz ist im internationalen Vergleich hoch. Doch ältere Menschen und Personen mit tieferem Bildungsstand das Nachsehen. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/A3116/_TIM BRAKEMEIER

Insbesondere Kompetenzen und Nutzung von E-Banking oder Künstlicher Intelligenz seien betroffen, schrieb das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag in einem Bericht. Im Vergleich mit der EU sei die Schweiz gut aufgestellt. So liege die Schweiz in den Bereichen Internetzugang, digitale Kompetenzen und Nutzung von Online-Diensten über dem EU-Durchschnitt. Doch sie belege nie den ersten Platz.

Grosse Unterschiede innerhalb der Bevölkerung zeigten sich bei den digitalen Kompetenzen. Bei den älteren Menschen, aber vor allem bei Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und in Berufen mit dem tiefsten Qualifikationsniveau, sei das Risiko, aufgrund fehlender Kompetenzen von der digitalen Teilhabe ausgeschlossen zu sein, am grössten.

Zwar verfügten vergangenes Jahr über drei Viertel der 16- bis 74-Jährigen über mindestens grundlegende Fähigkeiten, doch bei den über 60-Jährigen und Personen ohne obligatorische Ausbildung und Frauen war dieser Anteil deutlich tiefer, wie es weiter hiess.

Die Kluft setze sich bei der Nutzung von Online-Diensten fort. Während 2025 insgesamt 81 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 und 88 Jahren E-Banking nutzten, waren es bei den über 60-Jährigen nur 62 Prozent.

Noch grösser sei der Unterschied bei der Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI). Von den 15- bis 29-Jährigen nutzten laut BFS drei Viertel dieses Werkzeug, bei den über 60-Jährigen lediglich 15 Prozent. Männer brauchen generative KI zudem häufiger als Frauen (47 gegenüber 40 Prozent). Bei Personen mit einem Tertiärabschluss liege der Anteil bei mehr als der Hälfte, bei jenen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II bei 30 Prozent und bei jenen ohne nachobligatorische Ausbildung bei 17 Prozent.

Im Jahr 2025 hatten 99 Prozent der Haushalte in der Schweiz einen Internet-Anschluss. 92 Prozent der Menschen nutzten das Internet täglich oder fast täglich.

Es sei wichtig, dass die gesamte Bevölkerung Zugang zu digitalen Anwendungen habe und wisse, wie sie diese nutzen könne, schrieb das BFS. Es spricht in diesem Zusammenhang von digitaler Teilhabe oder E-Inklusion. Dies bedeutet, dass alle Menschen Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien haben und in der Lage sind, diese bei Bedarf effizient zu nutzen.

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Kommentare

User #2972 (nicht angemeldet)

Warum wird die Benutzung von genAI als "digitale Kompetenz" deklariert, wenn inzwischen Studien nachweisen, dass genAI (wie ChatGPT, Gemini) die kognitiven Fähigkeiten negativ beeinträchtigen?

User #4115 (nicht angemeldet)

Ich bin so extrem digital kompetent ich kanns manchmal selber fast gar nicht glauben.

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