Die Erweiterung der Bilateralen geniesst breite Zustimmung

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    Bern,

    Die neuen EU-Verträge des Bundesrats stossen bei Parteien, Kantonen und Verbänden mehrheitlich auf Zustimmung – trotz vereinzelter Kritik.

    EU und Schweiz
    Die neuen EU-Verträge finden breite Unterstützung, stossen jedoch auch auf deutliche Vorbehalte. (Symbolbild) - keystone

    Die ausgehandelten EU-Verträge geniessen bei Parteien und Verbänden grundsätzlich eine breite Zustimmung. Bei einzelnen Elementen kommt es zu Kritik. Entschieden gegen den Vorschlag des Bundesrats stellt sich die SVP. Die Vernehmlassung endet am kommenden Freitag.

    Die FDP, die Grünen und die GLP unterstützen grundsätzlich die Stabilisierung und Erweiterung der bilateralen Abkommen mit der EU, wie ihren Stellungnahmen zur laufenden Vernehmlassung zu entnehmen ist. Die drei Parteien gehen zudem mit dem Bundesrat einig und fordern für das Geschäft ein fakultatives Referendum. Das bedeutet, dass bei einer Abstimmung lediglich das Volksmehr entscheidend wäre.

    Die SVP lehnt die Vorlage in der Vernehmlassung vollumfänglich ab. Zudem fordert die Partei, das Paket im Falle einer Volksabstimmung als Ganzes dem Ständemehr zu unterstellen. Die Partei spricht von einem «kolonialstaatlichen Unterwerfungsvertrag» und vom «Ende des bilateralen Wegs». Sie kritisiert insbesondere die institutionellen Elemente.

    Mehrheit der Kantone unterstützt Vertragspaket

    Dies anders als die Kantone, die im Vertragspaket eine «verlässliche Grundlage» sehen. Die Konferenz der Kantonsregierungen verabschiedete die gemeinsame Ja-Parole mit 21 zu vier Stimmen bei einer Enthaltung. Sie steht somit hinter dem Umsetzungsvorschlag des Bundesrats, erwartet aber, dass die Kantone bei Mehrausgaben oder Mindereinnahmen unterstützt würden.

    In der Frage nach einem einfachen oder doppelten Mehr bei der Abstimmung herrschte keine Einigkeit. Die Mehrheit stand hinter dem fakultativen Referendum.

    Verbände unterstützen Verträge mit Bedingungen

    Die Arbeitnehmerverbände Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB) und Travailsuisse stehen hinter den ausgehandelten Verträgen. Sie stellen aber die Bedingung, dass das Parlament die vorgesehenen inländischen Lohnschutz-Massnahmen ohne Abstriche unterstützt.

    Arbeitgeberseitig beschloss der Vorstand des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) ebenfalls die Zustimmung zum Abkommenspaket. Die Vorteile würden klar überwiegen. Einen Ausbau des Kündigungsschutzes, wie in den inländischen Lohnschutz-Massnahmen vorgesehen, lehne der SAV ab. Die endgültige Parole zum Geschäft werde der Verband nach der parlamentarischen Beratung fassen.

    Der Schweizer Bauernverband (SBV) befürwortet den bilateralen Weg grundsätzlich. Mit Blick auf die dynamische Rechtsübernahme und die unpräzise inländische Umsetzung fordert er einen besseren Einbezug der Branche. Er wird nach der Parlamentsdebatte endgültig Position beziehen.

    Strombranche unterstützt Abkommen mit Vorbehalten

    Die Strombranche nahm bisher vorwiegend zustimmend Stellung zum ausgehandelten Stromabkommen, einem Bestandteil des Vertragspakets. Der Verband der Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) unterstützt es aber mit grossen Vorbehalten. Die innerstaatliche Umsetzung des Abkommens lehnt der Verband als «nicht tragbar» ab.

    Diese müsse marktnah erfolgen und keine weitergehenden Auflagen als jene der EU enthalten. Vorbehalte zur innenpolitischen Umsetzung äusserte auch die Schweizerische Energiestiftung (SES). Allerdings in erster Linie in Bezug auf den Ausbau der erneuerbaren Energien.

    Vernehmlassung endet bald

    Die vorgesehene Abschaffung der Mindestvergütung bezeichnete sie als «demokratiepolitisch bedenklich». Das ausgehandelte Stromabkommen begrüsse sie jedoch.

    Die Vernehmlassung endet am 31. Oktober 2025. Die Stellungnahmen der SP und der Mitte-Partei sind noch nicht bekannt.

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    Kommentare

    User #5891 (nicht angemeldet)

    EU-Kommission wird immer diktatorischer und hat immer weniger mit Demokratie zu tun. Beispiel: EU-Kommission will eingefrorene Gelder in Belgien, gegen den Willen Belgiens und widerrechtlich, den Ukrainern geben (2/3 Mehr genügt). EU-Elite Diebstahl an eigenen EU-Mitgliedstaaten (ohne Volkeinwilligung) hat nichts mit Demokratie zutun. Weitere Beipiele in dem neusten USA-Strategiepapier ersichtlich.

    User #2629 (nicht angemeldet)

    Die direkte Demokratie ist nicht EU kompatibel!

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