Yves Nidegger (SVP/GE) war Teil der Schweizer Delegation, die aus Solidarität in die Ukraine reiste. Jetzt gibt es dafür verbale Haue von Christoph Blocher.
Christoph Blocher kritisiert die Ukraine-Reise einiger Parlamentsmitglieder scharf. - Youtube / TeleBlocher

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch reiste eine Schweizer Delegation aus dem Nationalrat in die Ukraine.
  • Alt SVP-Bundesrat Christoph Blocher nennt die Reise «lächerlich» und «unnötig».
  • Dass auch ein SVP-Vertreter dabei war, bedauert er sehr. Er habe nicht mit ihm gesprochen.

Die Reise von Nationalratspräsidentin Irène Kälin in die Ukraine zog viel Kritik nach sich. Auch in der wöchentlichen Episode von «Teleblocher» wurde die Aargauerin nicht verschont. Der Rest der Delegation, bestehend aus unter anderem einem SVP-Nationalrat aus Genf, jedoch auch nicht.

Yves Nidegger SVP Ukraine
Die Medienkonferenz der Schweizer Delegation, die nach Kiew gereist ist am Donnerstag, 28. April 2022. Yves Nidegger (rechts) war der einzige SVPler. - Keystone

Yves Nidegger war der einzige rechts-bürgerliche Politiker, der nach Kiew reiste. Das gefiel Christoph Blocher, der die Sanktionspolitik des Bundes gegenüber Russland scharf kritisiert, gar nicht. «Ich habe nicht mit ihm geredet», sagt Blocher darauf angesprochen. «Ich habe das bedauert, dass er gegangen ist.»

Christoph Blocher nennt Kiew-Reise «ein Cabaret»

«Es war natürlich eine Delegation», rudert Blocher daraufhin ein wenig zurück. «Dann kann man sagen, dass die grösste Partei des Landes gehen musste.» Es seien ja auch ein SPler und «wer weiss was noch alles» dabei gewesen, es spiele doch keine Rolle.

Kälin Ukraine
Umzingelt von ukrainischen Armeeangehörigen: Nationalratspräsidentin Irène Kälin verlässt den Flugplatz in Hostomel, in der Nähe von Kiew, 27. April 2022.
Ukraine Hostomel Kälin
Die grüne Politikerin spricht auf dem Flugplatz in Hostomel, in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew neben dem Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk.
Ukraine Krieg
Ruslan Stefanchuk, Präsident des ukrainischen Parlaments, Nationalratspräsidentin Irene Kälin, Florin Citu, Präsident des rumänischen Parlaments, und Talat Xhaferi, Präsident des nordmazedonischen Parlaments, von rechts, geben sich während einer Pressekonferenz die Hand.
Ukraine Krieg
Kälin heute Mittwoch in Kiew.
Kälin
Kälin spricht in Kiew mit Schweizer Medien.
Kälin
Umgeben von ukrainischen Militärangehörigen geht sie heute Mittwochnachmittag durch Hostomel.

Den Solidaritätsbesuch qualifiziert der Zürcher als «unnötig», als «Cabaret» und eine «Ringier-Übung» auf Kosten des Bundes. Er habe aber nichts dagegen, dass sich Politiker selbst in Szene setzten. Mutig fand er die Reise nach Kiew aber nicht, schliesslich herrsche nicht überall in der Ukraine Krieg.

Verstehen Sie die Kritik an die Ukraine-Reise der Schweizer Parlamenstmitglieder?

«Das sind schöne Reisen ins Ausland, die nichts nützen», fährt Blocher fort. «Das ist lächerlich!»

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