Bundesrat will administrativen Aufwand für Bauern reduzieren
Der Bundesrat will die Ernährungssicherheit der Schweiz erhöhen. Zu diesem Zweck sollen Landwirtinnen und Landwirte administrativ entlastet werden und mehr Handlungsspielraum erhalten. Zudem will die Landesregierung unter anderem die Marktbeobachtung ausbauen.

Der Bundesrat beauftragte anlässlich seiner Sitzung das Volkswirtschaftsdepartement, bis im September 2026 eine Vorlage für die Vernehmlassung auszuarbeiten, wie er mitteilte. Bundesrat Guy Parmelin stellte die Eckwerte der künftigen Agrarpolitik am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Bern vor.
Die Verantwortung für Ernährungssicherheit und eine nachhaltige Landwirtschaft soll demnach bei den Bäuerinnen und Bauern liegen, aber ebenso beim Detailhandel und bei den Konsumentinnen und Konsumenten.
Teil des Pakets ist unter anderem, Direktzahlungen stärker auf Ergebnisse auszurichten. Eine Erhöhung der Stützung des Milchpreises soll die wirtschaftliche Situation der Bauernbetriebe verbessern. Vorgesehen sind zudem eine ganze Reihe weiterer Massnahmen. Dabei geht es zum Beispiel um Zielvereinbarungen mit dem Detailhandel, einen besseren Schutz der Kulturen und Insektenpopulationen und die Förderung der Anwendung nachhaltiger Produktionsmethoden.
Selektiv will der Bundesrat auch den Pflanzenanbau für die menschliche Ernährung stärker fördern. Er beschloss zudem an seiner Aussprache, in den Jahren 2030 bis 2033 gleich viel Geld für die Landwirtschaft einzusetzen wie im Jahr 2029. Das Parlament soll die Vorlage im Jahr 2028 beraten.










