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Bundesrat empfiehlt Solarinitiative zur Ablehnung

Keystone-SDA
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Bern,

Der Bundesrat will nichts Wissen von einer landesweiten Pflicht zur Installation von Solarpanels. Er lehnt die Volksinitiative «Für eine sichere Versorgung mit erneuerbaren Energien» der Grünen ab. Auch einen Gegenvorschlag zu dem als Solarinitiative bekannten Volksbegehren will er nicht.

Solar
Solarpanel. (Symbolbild) - Keystone

Die Landesregierung legte anlässlich ihrer Sitzung vom Freitag ihre Haltung zu dem Volksbegehren fest, wie sie mitteilte.

Mit der Initiative wollen die Grünen erreichen, dass in der Schweiz alle geeigneten Dächer und Fassaden mit Solarpanels ausgestattet werden. Laut Initiativtext sollen Ausnahmen für die Solarpanel-Installationspflicht auf Dächern und Fassaden gelten, wenn Schutzinteressen überwiegen oder eine Installation aus anderen Gründen unverhältnismässig wäre.

Bei neuen Bauten und Anlagen sowie bei erheblichen Umbau- und Erneuerungsarbeiten sollen die Solaranlagen bereits ein Jahr nach Annahme der Initiative installiert werden. Bei bestehenden Bauten und Anlagen gälte eine Frist von 15 Jahren.

Der Bundesrat anerkennt zwar in seiner Mitteilung die Notwendigkeit, die inländische Stromproduktion stark auszubauen. Der Stromverbrauch werde in den nächsten Jahren insbesondere durch die Elektrifizierung im Wärme- und Mobilitätsbereich und das Bevölkerungswachstum stark ansteigen.

Allerdings greife die Initiative in das Privateigentum und die Eigentumsgarantie ein, schrieb er. Zudem führe sie zu Umsetzungsproblemen bei der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen.

Darüber hinaus würde eine Annahme der Initiative grosse Herausforderungen hinsichtlich der benötigten Fachkräfte und der zusätzlich notwendigen Speicher- und Netzanpassungen schaffen, hiess es. Das Kernanliegen des Volksbegehrens sei zudem bereits erfüllt.

Der Bundesrat verwies in diesem Zusammenhang auf die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Seit Anfang 2025 enthalte das Energiegesetz die Pflicht zur Nutzung der Sonnenenergie auf Dächern oder an Fassaden bei neuen Gebäuden mit einer anrechenbaren Gebäudefläche von mehr als 300 Quadratmetern. Die neuen Mustervorschriften sähen zudem vor, dass die Anforderungen zur Eigenstromerzeugung nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Dachsanierungen gelten sollten.

Kommentare

User #3698 (nicht angemeldet)

‼️Der Bau einer Solaranlage mit einer Leistung von einem Gigawatt ist nicht „sauber”‼️ Dafür werden etwa 18,5 Tonnen Silber, 3.400 Tonnen Polysilizium und mehr als 10.000 Tonnen Aluminium benötigt. Allein für die Herstellung des Polysiliziums werden Tausende Tonnen Quarz, Kohle, Erdöl, Koks, Holzkohle und Holzspäne verbraucht. Die Raffination des Silbers für ein Gigawatt verbraucht etwa 4.600 Megawattstunden Strom, was dem jährlichen Stromverbrauch von 400 US-Haushalten entspricht. Die Herstellung des Aluminiums verbraucht fast 2 Millionen Gigajoule Energie, genug, um mehr als 100.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Solarenergie wird mit einem enormen Aufwand an fossilen Energieträgern erzeugt. Nur die Leistung wird als „grün” bezeichnet. Das sind die Realitäten, über die Aktivisten niemals sprechen wollen. Quelle: Electroverse

User #4779 (nicht angemeldet)

Wir haben eine Minergie-Mehrfamilienhaus mit Photovoltaik auf dem Dach. Vor kurzem musste das EW an der Strasse etwas an der Hauptleitung machen und stellte den Strom ab. Es war Tag und die Sonne schien volle Kanne. Effekt: Wir hatten Null Strom im Haus, wie früher auch. Man merke: Photovoltaik liefert nur Strom, wenn das System Strom vom EW bekommt. Irgendwie bescheuert.

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