Bundesrat auf zweitägigem Ausflug durch den Kanton Waadt
Der Bundesrat ist am Donnerstag zu seiner traditionellen zweitägigen Reise aufgebrochen. Bundespräsident Guy Parmelin führt seine Kolleginnen und Kollegen durch seinen Heimatkanton Waadt – von der Broye über die Region La Côte bis ins Chablais.

Trotz der ungezwungenen Atmosphäre zeigte sich Parmelin von den jüngsten Erdbeben in Venezuela betroffen. Er sprach dem Land die Solidarität der Schweiz aus und erklärte, Schweizer Katastrophenhilfeorganisationen seien «bereit, kurz-, mittel- und langfristig Hilfe zu leisten».
Parmelin sagte, er wolle seinen Kolleginnen und Kollegen «die Vielfalt und Dynamik» des Kantons zeigen, ihnen «neue Horizonte» eröffnen und beweisen, dass die Waadt «nicht nur aus dem Genferseebogen» bestehe.
Nach der Vallée de Joux und dem Pays-d'Enhaut während seines ersten Präsidialjahres 2021 stehen diesmal die Broye und das Chablais im Mittelpunkt. Ein weiterer Halt führte den Bundesrat nach Aubonne – weniger als zehn Kilometer von Parmelins Wohnort Bursins entfernt. «Die Rückkehr an die Côte ist vielleicht nicht ganz objektiv, aber dazu stehe ich», sagte er schmunzelnd.
Zum Auftakt frühstückte der Bundesrat in der Buvette des FC Valbroye. Parmelin erinnerte dabei an seine Zeit als «Pausenplatzfussballer». Anschliessend besichtigte die Landesregierung die zweitgrösste Mühle der Schweiz in Granges-près-Marnand und backte in einer Bäckerei im Osten des Kantons eigenes Brot.
Auf dem Programm stand auch das Schloss Lucens, das einst Adrian Conan Doyle, dem Sohn des Sherlock-Holmes-Erfinders Arthur Conan Doyle, gehörte. Parmelin bezeichnete das Schloss als Ort «an der Schnittstelle der Waadtländer und der Schweizer Geschichte».
Am Mittag traf sich der Bundesrat beim Schloss Aubonne mit der Bevölkerung sowie Vertretern der Gemeinde und des Kantons zu einem Apéro. Dabei kam es zu zahlreichen Begegnungen und angeregten Gesprächen. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten zudem die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto mit den Bundesratsmitgliedern.
Vor den Anwesenden pries Parmelin die Vorzüge von Aubonne, insbesondere als Weinbaugemeinde. «Das ist ein grosser Vorteil», sagte der Winzer. Mit Blick auf den G7-Gipfel der vergangenen Woche scherzte er: «Ich war letzte Woche in Évian – und habe dort sogar einige gesehen, die Coca-Cola getrunken haben.»
Am Freitag setzt der Bundesrat seine Reise im Chablais fort. Auf dem Programm stehen ein weiterer Apéro mit der Bevölkerung beim Schloss Aigle sowie der Besuch der Baustelle der dritten Rhonekorrektur zwischen Bex und Yvorne.













