Bund hat 2025 knapp 49 Milliarden Franken Subventionen geleistet
Knapp 49 Milliarden Franken hat der Bund im vergangenen Jahr an Subventionen ausbezahlt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre haben die Subventionszahlungen zugenommen, trotz Spardrucks.

Das schreibt das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern in seinem am Dienstag veröffentlichten Subventionsreport. 36 von 37 angeschriebenen Bundesämtern lieferten Daten für die Erhebung.
Der Bund zahlte demnach im vergangenen Jahr 48,6 Milliarden Franken aus. Das waren 9 Milliarden Franken mehr als 2015, ohne die Auswirkungen der Teuerung. Und bis 2028 dürfte das inflationsbereinigte Wachstum weitere 2,6 Milliarden Franken betragen.
Insgesamt 20'641 Begünstigte von Subventionen hat das IWP ausgemacht. 82 Prozent aller Zahlungen gingen an staatliche oder sich mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Empfänger. Das waren zum Beispiel Kantone, Hochschulen und Bergbahnen.
Grösste Subventionsempfängerin sind gemäss dem Report die SBB. Die meisten Förderungen hingegen erhielt die ETH Zürich mit 175 Zahlungen. Der grösste Teil der Überweisungen ging an Aktiengesellschaften und Vereine. 14'867 Empfänger waren private, juristische Personen.
Auf zehn Positionen entfallen fast drei Viertel aller Subventionen. Der Bericht nennt unter anderem AHV, Bahn-Infrastrukturfonds, Gelder für die Invalidenversicherung (IV), Direktzahlungen für die Landwirtschaft und die Asyl-Sozialhilfe. Bis auf die Direktzahlungen seien die grössten Posten seit 2015 real gewachsen.
Das IWP wirft zu seinem Bericht die Frage auf, ob der Bund ein öffentlich einsehbares Register der Subventionsempfänger haben müsste. Auch über ein Mitspracherecht für die Stimmberechtigten müsste diskutiert werden.
Kürzungen von Subventionen sind auch Gegenstand des Entlastungspakets für den Bundeshaushalt, das zurzeit das Parlament diskutiert. Der Ständerat, der die Vorlage ein erstes Mal beriet, will allerdings unter anderem beim Gebäudeprogramm und bei den Einlagen in den Bahninfrastrukturfonds weniger kürzen als der Bundesrat.










