Alain Berset

    Berset erachtet Party-Verbot als Akt der Coronavirus Solidarität

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Bundesrat Alain Berset verteidigt mit eindringlichen Worten die Massnahmen gegen das Coronavirus. Gefragt sei weniger Egoismus und mehr Solidarität.

    00:00 / 00:00

    Coronavirus: Bundesrat Alain Berset bittet die junge Bevölkerung an ihre Grosseltern zu denken. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gesundheitsminister verteidigt die immer strengeren Massnahmen gegen das Coronavirus.
    • Er selbst fühle sich zwar auch nicht bedroht, aber es gelte, Solidarität zu zeigen.
    • Junge sollten an Partys dran denken: Risikogruppen schützen, also Eltern und Grosseltern.

    «Es ist ein neues Virus, es gibt keine Impfung und es verbreitet sich schneller als die Grippe», mahnt Gesundheitsminister Alain Berset. So viel zum Ernst der Lage, den er allerdings im nächsten Atemzug auch wieder relativiert.

    Die Sorgen beispielsweise von Spitalangestellten, die sich wegen Maskenmangels vor Ansteckung am Arbeitsplatz fürchten. «Das macht kein grosses Problem, wie eine kleine Grippe». Dass das Personal in Gesundheitseinrichtungen bei der Influenza, der saisonalen Grippe, gerne auf die Impfung verzichtet, hatte Berset kurz zuvor in der Fragestunde des Nationalrats schon angesprochen.

    Tissot Arena
    Die Tissot Arena wird umgebaut. (Archivbild) - keystone

    Weniger Egoismus, mehr Solidarität

    Aber die «vulnerable Gruppe», die Risikopersonen, diejenigen über 65 und/oder mit einer bereits bestehenden Erkrankung. «Da kann es viel schlimmer werden, mit einem schwereren Verlauf als bei einer Grippe». Diese Personen gelte es zu schützen.

    Entsprechend eindringlich deshalb der Appell des Landesvaters: Es braucht vor allem Solidarität. Während man bei anderen Aufrufen uns ins Gewissen redet und flehentlich mahnt, «tut es für die Kinder», ist es hier genau umgekehrt. «Macht es für Eltern und Grosseltern», so Berset, auch wenn man sich deswegen selbst einschränken muss.

    «Veranstaltungsbesucher sind nicht von Coronavirus bedroht»

    Deswegen machten die Massnahmen des Bundes durchaus Sinn. «Weshalb ein Veranstaltungsverbot bei über 1000 Personen – diese sind nicht bedroht vom Coronavirus», fragt Berset rhetorisch. «Ich fühle mich auch nicht bedroht, ich gehöre zu keiner verletzlichen Bevölkerungsgruppe.»

    00:00 / 00:00

    Das ganze Interview mit Bundesrat Alain Berset zu den Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus, die oft von denjenigen getroffen werden müssen, die nicht primär vom Virus bedroht sind. - Nau.ch

    Trotzdem mache es Sinn, die Hygienemassnahmen, «Social distancing» und Veranstaltungsverbot einzuhalten. «Damit man die Verbreitung des Coronavirus bremsen kann, weil es die älteren Menschen besser schützt.»

    «Ich habe immer wieder Kontakt mit meinen Eltern – meine Grosseltern sind verstorben – und andere älter Menschen. Man macht es für diese Personen!» Das sei eben gelebte Solidarität. «Junge Leute, bei Partys oder so, sollten immer daran denken: Sie haben auch Eltern und Grosseltern. Diese zu schützen ist eine Pflicht für unsere Gesellschaft.»

    basler fasnacht
    ...oder mit einem modernen Thema, wie diese als Virus verkleidete Gruppe. (KEYSTONE/Georgios Kefalas) - sda - Keystone/GEORGIOS KEFALAS

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Alain Berset mi Nicole Lamon
    58 Interaktionen
    Berset & Parmelin
    Sandra Sollberger Alarm Teaser
    137 Interaktionen
    SVP-Malermeisterin
    Autosalon
    4 Interaktionen
    Bern
    Leapmotor B03X
    47 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR ALAIN BERSET

    Alain Berset
    101 Interaktionen
    Thun
    Alain Berset
    37 Interaktionen
    Crans-Montana-Inferno
    Alain Berset Klima-Urteil EGMR
    35 Interaktionen
    Alain Berset
    Alt Bundesrat Alain Berset
    31 Interaktionen
    Für Corona-Rolle

    MEHR AUS STADT BERN

    YB
    40 Interaktionen
    YB wieder im Pech
    Emmental
    Emmental
    YB
    40 Interaktionen
    Bei 3:5
    frau schreibt Prüfung
    2 Interaktionen
    Bern