Coronavirus

    BAG schafft volle Transparenz zu Beschaffung von Covid-Impfstoffen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Bundesamt für Gesundheit stellt komplette Transparenz bei der Beschaffung der Covid-Impfstoffe her. Am Donnerstag veröffentlichte es die ungeschwärzten Verträge mit den Herstellerfirmen.

    Nach gerichtlichem Druck hat der Bund nachgegeben: Neu soll komplette Transparenz herrschen, was die Verträge mit den Herstellern der Covid-Impfstoffe betrifft. (Archivbild)
    Nach gerichtlichem Druck hat der Bund nachgegeben: Neu soll komplette Transparenz herrschen, was die Verträge mit den Herstellern der Covid-Impfstoffe betrifft. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/SVEN HOPPE

    Der Bund verzichte auf den Weiterzug eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts ans Bundesgericht, begründete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) seinen Entscheid am Donnerstag. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am 10. Februar entschieden, dass die Verträge des Bundes mit Moderna und Novavax ungeschwärzt zu veröffentlichen seien. Seit April ist dieses Urteil nun rechtskräftig.

    Die Beschwerdeführer hatten auf Basis des Öffentlichkeitsgesetzes Einsicht in die vom BAG und der Armeeapotheke geschlossenen Verträge für die Covid-Impfstoffe gefordert. Das Bundesamt wies die Gesuche Ende 2023 jedoch ab.

    Das BAG hatte die mit den Impfstoffherstellern Moderna, Novavax, Pfizer, Janssen, AstraZeneca und CureVac abgeschlossenen Verträge 2022 mit Schwärzungen veröffentlicht. Eine Offenlegung der Verträge nur in der Schweiz würde dazu führen, dass der Bund bei der Impfstoffbeschaffung in einer künftigen Pandemie-Situation in eine schlechte Verhandlungsposition gerate, so die Befürchtung.

    Von Moderna hat der Bund laut BAG bereits im August 2020 die ersten 4,5 Millionen Dosen Impfstoff reservieren können. Bis zum Ende der Covid-Pandemie waren dies schliesslich 31 Millionen mRNA-Impfstoffe für rund 32 US-Dollar pro Dosis. Damit sei der Bund eine finanzielle Verpflichtung über rund 980 Millionen US-Dollar eingegangen.

    Von Novavax wurde im Dezember 2021 nach BAG-Angaben eine Million Dosen protein-basierter Impfstoff zu 22 US-Dollar pro Dosis reserviert. Damit ging der Bund eine vertragliche Verpflichtung über rund 20 Millionen US-Dollar ein.

    Kommentare

    User #2914 (nicht angemeldet)

    Wissen die Bundesbehörden überhaupt, was das heisst "volle Transparenz"?

    User #5270 (nicht angemeldet)

    Augen zu und mit beiden Händen einkaufen. Ob die Suppe wirkt war völlig egal. Der Staat wollte damit den Bürger schützen - aber wie wird man geschützt wenn man nicht weiss ob das was man eingekauft hat wirkt - und unbekannt welche Nebenwirkungen?

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