Auch die FDP unterstützt einen Boykott von russischem Gas in der Schweiz. Das sagt Vizepräsident Andri Silberschmidt am Freitag in der «Arena».
Andri Silberschmidt befürwortet härtete Sanktionen gegen den Kreml. (Archivbild)
Andri Silberschmidt befürwortet härtete Sanktionen gegen den Kreml. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

In der Schweizer Politik wird der Ruf nach einem Boykott von russischem Gas lauter. Nach Aussage von FDP-Vizepräsident Andri Silberschmidt unterstützt auch der Freisinn die Massnahme.

«Wenn wir es wirklich ernst meinen, müssen wir Putin den Gashahn zudrehen», sagte der Zürcher Nationalrat am Freitagabend in der SRF-«Arena». Die FDP sei der Meinung, dass kein einziger Franken zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinen mörderischen Kollegen fliessen dürfe.

Die bisher beschlossenen Sanktionen schmerzten den Kreml-Chef nicht wirklich, so Silberschmidt. Wenn die Zahlungen für Gas gestoppt würden, wäre dies anders. Dass sein Ja zu einem Boykott etwas verzögert komme, liege daran, dass die Schweiz diesen nicht im Alleingang beschliessen könne. Dies, da sie Rohstoffe nicht direkt aus Russland importiere: «Das ist ein Entscheid, den die Europäische Union treffen muss».

Auch die Grünen verlangen, die Schweiz solle kein russisches Öl und Gas mehr importieren. Parteipräsident Balthasar Glättli bekräftigte die Forderung am Samstag in seiner Rede an der Delegiertenversammlung der Grünen in Ziegelbrücke GL.

Der Parteirat der SP forderte seinerseits am Freitag in einer Resolution zum Ukraine-Krieg, die Schweiz müsse sich so rasch wie möglich aus der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas befreien. Grundsätzlich gegen Sanktionen gegen Russland stellt sich die SVP. Sie sieht darin eine Aufgabe der Schweizer Neutralität.

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