Armeechef Roos plädiert für Sicherheitsdiskurs in der Schweiz
Armeechef Benedikt Roos hat für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zur Sicherheit plädiert. Ein solcher Diskurs lasse sich nicht mit Broschüren erreichen.

Das Wichtigste in Kürze
- Armeechef Roos sieht Sicherheit ganzheitlich, symbolische Armeeaktionen lehnt er ab.
- Ein «Marsch für Sicherheit» könnte von zivilen Organisationen ausgehen.
- Schweiz entwickelt Drohnen, Start der Industrieproduktion bis 2027 geplant.
Benedikt Roos sagte, dass es ihm dabei nicht nur um die Armee, sondern um die Sicherheit der Schweiz insgesamt gehe. Ihm sei etwa vorgeschlagen worden, dass die Armee wieder auf das Rütli gehen solle, das halte er jedoch für übertrieben.
Als mögliche Form verwies er auf frühere Friedensmärsche. «Einen Marsch für die Sicherheit vielleicht», sagte Roos im Interview mit der «Schweiz am Wochenende».
Als Bundesangestellter könne er selbst keine Demonstrationen organisieren. Solche Initiativen könnten jedoch von Verbänden aus verschiedenen Bereichen ausgehen.
Mit Blick auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen betonte Roos zudem die wachsende Bedeutung neuer Technologien. Insbesondere Drohnen würden sich rasch weiterentwickeln. «Der Krieg treibt die Innovation massiv voran», sagte Roos.

Die Schweiz müsse deshalb Systeme beschaffen, die getestet und weiterentwickelt werden könnten. Neue Technologien würden laufend integriert.
Armee und Armasuisse arbeiteten gemeinsam mit ETH, EPFL und Start-ups an eigenen Lösungen für Angriffs- und Abwehrdrohnen.
Erste Prototypen soll es laut Roos bald geben, anschliessend würden diese getestet. «Unser Ziel ist es, 2027 die Industrieproduktion zu starten», sagte er.








