Bundesrat

    Alimente sollen im Ausland besser eingetrieben werden können

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Schweizer sollen laut Bundesrat künftig Unterhaltsansprüche über die Landesgrenzen hinaus besser geltend machen können.

    Unterhaltsansprüche
    National- und Ständerat forderten 2022 den Bundesrat bei grenzüberschreitenden Unterhaltsansprüchen zum Handeln auf. (Symbolbild) - dpa

    Schweizerinnen und Schweizer sollen künftig Unterhaltsansprüche über die Landesgrenzen hinaus besser geltend machen können. Das will der Bundesrat und schlägt dem Parlament den Beitritt der Schweiz zum Haager Unterhaltsübereinkommen vor.

    Nach Angaben des Bundesrats vom Mittwoch hilft heute eine Fachstelle unterhaltsberechtigten Personen, Unterhaltsansprüche zu vollstrecken. Dies auch bei internationalen Fällen. Diese Fachstellen sind bei Kantonen oder Gemeinden angesiedelt.

    Häufig fehlten ihnen die Erfahrung bei grenzüberschreitenden Fällen, schrieb der Bundesrat. Er schlägt nun vor, dass neu jeder Kanton eine einzige Stelle für internationale Alimenteninkasso-Fälle bezeichnet und diese Support erhält durch das Bundesamt für Justiz.

    Bundesgesetz zur Verbesserung

    Den entsprechenden Vorentwurf für ein Bundesgesetz zur Verbesserung der nationalen Inkassohilfe bei familienrechtlichen Unterhaltsansprüchen hat die Landesregierung am Mittwoch in die Vernehmlassung gegeben. Dasselbe gilt für den Vorentwurf eines Bundesbeschlusses über die Genehmigung des Haager Unterhaltsübereinkommens.

    Der Beitritt zu diesem Abkommen würde es der Schweiz ermöglichen, die heute geltende Behördenorganisation zu optimieren, schreibt der Bundesrat.

    Mit dem Beitritt der Schweiz werde ausserdem der Zugang zur unentgeltlichen Prozessführung erleichtert. So könnten insbesondere die Ansprüche von Kindern aus der Schweiz im Ausland einfacher durchgesetzt werden. Ausserdem sehe das Abkommen vor, dass auch Behörden bevorschusste Unterhaltsforderungen in allen Mitgliedsstaaten geltend machen können.

    Handeln bei grenzüberschreitenden Unterhaltsansprüchen

    National- und Ständerat forderten 2022 den Bundesrat bei diesen grenzüberschreitenden Unterhaltsansprüchen zum Handeln auf. Sie nahmen beide eine Motion von Nicolo Paganini (Mitte/SG) an.

    Der Bundesrat solle die Ratifizierung des Haager Unterhaltsübereinkommens vorantreiben, hiess es in diesem Vorstoss. Zusammen mit den Kantonen solle er ein tragfähiges, den unterschiedlichen Ausgangslagen angepasstes neues Behördenmodell für internationale Sachverhalte erarbeiten.

    Kommentare

    User #9686 (nicht angemeldet)

    mein sohn war 29 jahre alt als seine partnerin mit dem gemeinsamen kind zu ihren eltern gezogen ist. seither muss er 1000 franken unterhalt für das kind bezahlen. ist das normal frage ich mich.

    User #6812 (nicht angemeldet)

    Beim Bundesrat ist Rat teurer…

    Weiterlesen

    17 Interaktionen
    Wenige zahlen zurück

    MEHR BUNDESRAT

    Parmelin-Nachfolge
    184 Interaktionen
    Friedli, Rickli & Co.
    Coronavirus masken
    12 Interaktionen
    Bern
    Bundesrat Budget
    3 Interaktionen
    Bei digitalen Abos
    Albert Rösti
    52 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    YB Köbi Brechbühl Nati
    20 Länderspiele
    YB Fassnacht Schweizer Nati
    3 Interaktionen
    Bei Sieg in Luzern
    gg
    67 Interaktionen
    Welt-Neuheit