Alain Berset will laut einem Bericht die Gratistests bis am 10. Oktober ermöglichen. Bis dann soll ein Kompromiss geschmiedet werden.
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Gesundheitsminister Alain Berset während einer Medienkonferenz. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Geht es nach dem Gesundheitsminister, bleiben die Coronatests bis zum 10. Oktober gratis.
  • Ein Kompromiss sieht vor, dass einmal Geimpfte bis Ende November gratis testen können.

Kommt es zu einer Kompromisslösung bei den Gratistests? Offenbar will Gesundheitsminister Alain Berset eine Gnadenfrist von zehn Tagen.

Eigentlich sollten die Corona-Tests ab Oktober kostenpflichtig werden. Nun könnten diese erst am 10. Oktober kostenpflichtig werden. Diese «Gnadenfrist» soll dazu dienen, einen Kompromiss zu finden, wie der «Blick» schreibt.

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Testen auf das Coronavirus kann aufwendig, unangenehm und teuer sein. (Symbolbild) - dpa

Ein Kompromiss wäre etwa, dass nach dem 10. Oktober die Tests nur noch für Erstgeimpfte gratis bleiben sollen. Dies soll aber nur bis Ende November möglich sein.

Für Impfzögerer wäre das eine letzte Chance, um sich doch noch den ersten Piks zu holen. Dieser Vorschlag will Alain Berset demnächst den Kantonen und weiteren Stellen zur Konsultation vorlegen. Ein definitiver Entscheid dürfte nächste oder übernächste Woche fallen.

In eine andere Richtung zielt ein Antrag von SVP-Bundesrat Ueli Maurer. Laut dem Blatt will er einen Antrag einbringen, wonach die Gratistests beibehalten werden, solange die ausgeweitete Zertifikatspflicht gelte.

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Die Gratistests kosten den Bunde massiv. Alain Berset will sie noch bis zum 10. Oktober ermöglichen. - dpa

Mehrere Parteien haben sich bereits für eine sanftere Lösung starkgemacht. Auf der anderen Seite wollen die Kantone ein baldiges Ende der Gratistests. Und besonders wegen der Kosten dürfte auch der Bundesrat nicht viel länger auf Gratsistests setzen.

Allein seit der Ausweitung der Zertifikatspflicht am 13. September wurden hierzulande 172'000 Antigen-Schnelltests vorgenommen. Bei einem Stückpreis von 47 Franken kosten diese den Steuerzahler 8,1 Millionen Franken.

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