Eine Petition, die weiterhin kostenlose Corona-Tests fordert, wurde von 261'590 Personen unterschrieben und am Mittwoch der Bundeskanzlei überreicht.
Maja Balmer
Maja Balmer (Mitte) übergibt der Bundeskanzlei ihre Petition mit über 260'000 Unterschriften. - sda - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Petition gegen das Ende der Gratis-Tests wurde von 260'000 Personen unterschrieben.
  • Petitionärin Maja Balmer will damit eine Ungleichbehandlung in der Schweiz verhindern.

Über 260'000 Personen haben eine Petition unterschrieben, die weiterhin kostenlose Covid-Tests fordert. Die Petitionärin Maja Balmer hat die Unterschriften am Mittwoch der Bundeskanzlei überreicht.

Zweiklassengesellschaft könne so vermieden werden

Darin fordert sie zusammen mit 261'590 Personen den Bundesrat auf, die Corona-Tests weiter gratis anzubieten. «Genauso gratis, wie die Impfungen sind», die schliesslich auch zu einem Covid-Zertifikat führen würden. So wäre die neue Zertifikatspflicht annehmbar und eine Zweiklassengesellschaft könnte vermieden werden, meint Maja Balmer.

Corona-Test
Die Corona-Tests sollen bald kostenpflichtig werden, dagegen will nun aber eine Petition vorgehen. (Symbolbild) - Keystone

Denn die Ausweitung der Zertifikatspflicht bedeute für 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung, dass das öffentliche, gesellschaftliche Leben kostenpflichtig werde. Weil sich viele Bürger diese Tests für 80 bis 120 Franken nicht leisten könnten, würden sie vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.

Petitionärin fordert gleiche Handhabung bei Impfung und Test

Es gehe ihr «einen Schritt zu weit», dass «nur noch epidemiologische Aspekte in die Entscheidungen» einbezogen würden. Dabei kämen ethische und soziale zu kurz, sagte Balmer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Deshalb habe sie die Petition lanciert.

Sie sei nicht grundsätzlich gegen die Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Es gehe ihr lediglich um die Ungleichbehandlung der Menschen. Alle müssten die gleichen Grundrechte haben. Deshalb sollten Tests und Impfung entweder beide gratis bleiben, oder beide kostenpflichtig werden, findet Balmer.

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