Zu bequem? Marius Borg Høiby blamiert sich bei Jobsuche
Motiviert ist er offenbar – doch Marius Borg Høibys Suche nach einem Job verläuft harzig. Sein Anwalt rechtfertigt die erfolglosen Bemühungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Marius Borg Høiby soll sich seit mehreren Wochen um eine Arbeitsstelle bemühen.
- Doch die Jobsuche des 29-Jährigen erweist sich als schwieriger als gedacht.
- Sein Anwalt begründet dies mit «logistischen Herausforderungen» und seinem ruinierten Ruf.
Kehrtwende im Fall Marius Borg Høiby.
Wie das Osloer Amtsgericht am Montag entschied, soll der Sohn von Norwegens Königin Mette-Marit (53) aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Seit dem 13. Juli lebt der 29-Jährige mit einer elektronischen Fussfessel in einem separaten Haus auf Skaugum, dem Landgut der Königsfamilie. Zuvor verbrachte er fünf Monate hinter Gittern.
Doch die Freude hielt nur kurz: Noch am selben Tag legte die Staatsanwaltschaft Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichts ein. Polizeianwältin Oda Karterud beantragte, die Freilassung bis zur Prüfung durch die nächsthöhere Instanz auszusetzen.

Ob und wann Høiby tatsächlich aus der U-Haft entlassen wird, muss nun das Berufungsgericht Borgarting klären. Eine Entscheidung hierzu steht bislang noch aus.
Klar ist jedoch: Selbst bei einer Freilassung wäre Mette-Marits Sohn weiterhin an strenge Auflagen des Osloer Amtsgerichts gebunden. Dazu zählen eine regelmässige Meldepflicht bei der Polizei sowie Alkohol- und Drogentests. Wegfallen würde hingegen die räumliche Einschränkung auf sein Haus und die angrenzende Terrasse.
Marius scheitert bei Jobsuche
Geht es um seine berufliche Zukunft, hat Marius das Schicksal selbst in der Hand. Anfang Oktober 2026 liessen seine Verteidiger Alexander Greaker und Daniel Storrvik in einer Mitteilung verlauten, der 29-Jährige sei hoch motiviert, einen Job zu finden.
Doch die Suche nach einer neuen Beschäftigung läuft offenbar nicht wie erhofft. «Er versucht es, aber es ist schwierig», erklärt Høibys Anwalt Daniel Storrvik nun gegenüber der norwegischen Zeitung «Nettavisen».

Selbstreflexion? Fehlanzeige. Schuld an der erfolglosen Jobsuche seien «logistische Herausforderungen», fehlender Führerschein sowie die mangelnde Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel rund um das königliche Anwesen in Skaugum. Einen Fahrer zu engagieren, kommt dem 29-Jährigen offenbar nicht in den Sinn.
Dennoch betont Storrvik den eigentlichen Grund, warum es Marius schwerfällt, ins Berufsleben einzusteigen: «Es ist ganz klar, dass sein Ruf seine Möglichkeiten einschränkt. Ausserdem gibt es viel Wirbel um ihn herum.» Laut Storrvik gebe es Grenzen dafür, in welchen Berufen jemand angesichts seiner Situation arbeiten könne.
Fall wird neu aufgerollt
Ob der 29-Jährige doch noch eine Beschäftigung finden wird, bleibt abzuwarten. Gefüllt ist seine Agenda dennoch bereits.
Vom 9. Februar bis 5. März 2027 muss sich Marius Borg Høiby erneut vor Gericht verantworten. An insgesamt 16 Verhandlungstagen wird sich das Berufungsgericht erneut mit seinem Fall befassen.

Neu verhandelt werden die drei angefochtenen Schuldsprüche wegen zweier Vergewaltigungen und der Misshandlung seiner Ex-Partnerin Nora Haukland (29). Auch das Strafmass und mögliche Entschädigungsforderungen werden erneut geprüft.
Im Juni 2026 war Marius zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen.












