Nach Streit um Nacktszene: Filmakademie plant Austausch

Keystone-SDA
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Deutschland,

Nach der Entscheidung von Wim Wenders, seinen Film «Falsche Bewegung» wegen einer Nacktszene vorerst aus dem Verkehr zu ziehen, plant die Deutsche Filmakademie einen Austausch.

Wim Wenders
Wim Wenders sprach beim Deutschen Filmpreis über die Kontroverse um eine Szene aus seinem Film «Falsche Bewegung». (Archivbild) - keystone

«Die von Wim Wenders aufgeworfene Frage, ob Filme und andere Kunstwerke nachträglich verändert werden sollten, müssten oder dürften, hat nicht nur öffentlich, sondern auch innerhalb der Deutschen Filmakademie intensive Debatten ausgelöst», teilte das Präsidenten-Duo Vicky Krieps und Florian Gallenberger der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Fragestellung berühre juristische, ethische, künstlerische und kulturwissenschaftliche Dimensionen gleichermassen. Die Akademie wolle sich diesen Fragen gemeinsam, offen und differenziert widmen, hiess es weiter. «Die notwendige inhaltliche Vorbereitung auf einen fundierten Austausch erfordert Zeit und Sorgfalt, deshalb planen wir im September eine Veranstaltung dazu».

Nach dem Streit um eine Nacktszene in «Falsche Bewegung» (1975) mit der damals 13-jährigen Schauspielerin Nastassja Kinski hatte Wenders angekündigt, den Film vorerst nicht mehr zu zeigen. Der Film werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen, teilte die Wim Wenders Stiftung mit. Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden dazu angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

In der Mitteilung bat Wenders Kinski auch um Entschuldigung. Es sei nötig, dass die Gesellschaft angemessene Umgangsweisen für strittige Filmwerke des 20. Jahrhunderts finde und sich neuen Lernprozessen und Perspektiven stelle. Dazu werde man einen «breiten Austausch» suchen – unter anderem mit der Deutschen Filmakademie. Schauspielerin Kinski bittet Wenders laut eigenen Angaben seit Jahren, die Szene zu entfernen.

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Kommentare

User #2483 (nicht angemeldet)

klar sollte man filme ändern dürfen

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