Weinstein-Prozess: Entlastungszeugen durch - bald Plädoyers

DPA
DPA

USA,

Ab kommenden Dienstag sollen sich die zwölf Geschworenen dann zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.

Harvey Weinstein verlässt das Gericht. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Foto: Seth Wenig/AP/dpa
Harvey Weinstein verlässt das Gericht. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Foto: Seth Wenig/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der aufsehenerregende Vergewaltigungsprozess gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein biegt auf die Zielgerade ein.

Nachdem die Verteidigung des 67-Jährigen am Dienstag die Befragung ihrer Entlastungszeugen beendet hatte, sind die Schlussplädoyers von Weinstein-Lager und Anklage nun für Ende der Woche angesetzt.

Ab Dienstag sollen sich die zwölf Geschworenen dann zu Beratungen zurückziehen, um über Schuld oder Unschuld Weinsteins zu entscheiden. Damit wurde am Dienstag auch klar, dass Weinstein selbst nicht in seinem Prozess aussagen wird. Dies wäre möglich, aber mit erheblichen Risiken für die Verteidigung bei einem Kreuzverhör verbunden gewesen.

In den vergangenen Sitzungstagen hatte Weinsteins Verteidigerteam um Anwältin Donna Rotunno versucht, Zweifel an der Darstellung von sechs Frauen zu säen, die dem Multimillionär in ihren Aussagen vor Gericht schwere Sexualverbrechen, darunter Vergewaltigung, vorgeworfen hatten. Dabei sagten auch Zeugen aus, die von einem freundschaftlichen Verhältnis der mutmasslichen Opfer zu Weinstein, auch nach den mutmasslichen Taten, berichteten. 

In dem Prozess geht es im Kern um zwei Fälle: Weinstein wird vorgeworfen, 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oral-Sex gezwungen zu haben, eine weitere Frau soll er 2013 vergewaltigt haben. Es handelt sich um den grössten Prozess in der «MeToo-Ära» - mit Vorwürfen von Dutzenden Frauen gegen Weinstein startete die weltweite Bewegung im Jahr 2017.

Im Falle einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Bei der Anklage wurden viele Fälle nicht berücksichtigt, weil sie entweder verjährt waren oder nicht in New York stattgefunden haben sollen. Am Ende kommt alles auf die Jury an, die über Schuld und Unschuld Weinsteins entscheidet. Wann das Urteil verkündet wird, hängt davon ab, wie lange die Jury braucht, um zu einer gemeinsamen Entscheidung zu kommen.

Kommentare

Weiterlesen

gratis
308 Interaktionen
«Gratis»
gotthard
74 Interaktionen
Auffahrt

MEHR IN PEOPLE

Mia Madisson
34 Interaktionen
«Nicht verdient»
-
33 Interaktionen
In Kniekehle
Lara Joy Körner
Tragischer Fund
-
25 Interaktionen
ESC

MEHR AUS USA

phishing
3 Interaktionen
Schwer erkennbar
WhatsApp Plus Abo
13 Interaktionen
Erweiterung
microsoft outlook
9 Interaktionen
Funktionserweiterung
atlanta
6 Interaktionen
Human Rights Watch