Haft

    Tupac Shakur: Hauptangeklagter zu 40 Jahren Haft verurteilt

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter, Keystone-SDA

    USA,

    30 Jahre nach dem Mord an Rap-Legende Tupac Shakur ist Duane «Keffe D» Davis zu 40 Jahren Haft verurteilt worden.

    Duane Davis
    Duane Davis wird nach seiner Verurteilung wegen Mordes an dem Rapper Tupac Shakur von der Polizei aus dem Gerichtssaal geführt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Duane Davis wurde zu einer Haftstrafe von 40 Jahren verurteilt.
    • Er soll vor rund 30 Jahren den Mord an Rap-Ikone Tupac Shakur organisiert haben.
    • Davis kündigte an, dass er in Berufung gehen werde.

    Gut 30 Jahre nach dem Mord an US-Rapper Tupac Shakur ist der frühere Gang-Anführer Duane Davis (63) zu 40 Jahren Haft verurteilt worden.

    In einem Prozess in Las Vegas hatten es die Geschworenen zuvor als erwiesen angesehen, dass er als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich war. Davis, der in Handschellen vor Gericht erschien, erklärte gemeinsam mit seinem Anwalt, dass er in Berufung gehen werde.

    Erfolgs-Rapper Tupac Shakur starb 1996

    Tupac Shakur war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Rapper der 1990er Jahre und gilt bis heute für den Hip-Hop als eine prägende Figur. Der für Hits wie «California Love» und «Changes» bekannte Musiker verkaufte weltweit Millionen Platten.

    Tupac Shakur
    Tupac Shakur wurde 1996 in Las Vegas erschossen. - keystone

    Der damals 25 Jahre alte Rapper wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus.

    Drahtzieher, nicht Schütze

    Davis wurde in dem Prozess nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah in dem früheren Anführer der Strassengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs im Umfeld rivalisierender Gruppen.

    Nach Darstellung der Anklage organisierte Davis die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des Bundesstaates Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der anderen bei der Tat hilft.

    Der frühere Gang-Anführer war 2023 in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden. Er plädierte auf nicht schuldig.

    Lange Ermittlungen

    Lange fehlten ausreichende Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Am Ende hätten unter anderem Davis' eigene Worte die Untersuchungen weitergebracht, erklärte die Polizei.

    Gefällt dir die Musik von Tupac?

    Davis hatte mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weissen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien. Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, gab er in Interviews und in seiner Autobiografie an. Die tödlichen Schüsse habe sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.

    Lügner und Angeber?

    Um die früheren Äusserungen zu entkräften, hatte Verteidiger Michael Sanft seinen Mandanten in dem Prozess als Lügner und Angeber dargestellt. Dieser habe viele Dinge erfunden, um daraus Kapital zu schlagen. Physische Beweismittel dafür, dass Davis tatsächlich am Tatort war, gab es in dem Verfahren nicht.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    selfie
    112 Interaktionen
    Eingriffe
    Schülerproteste
    130 Interaktionen
    Hand weg

    MEHR IN PEOPLE

    Megan Fox
    Neues Geschäft
    Kebab Water
    15 Interaktionen
    «Eklig»
    mike müller
    1'070 Interaktionen
    «Nazi»-Post
    Daniela Katzenberger
    39 Interaktionen
    Operation

    MEHR HAFT

    Kindesmissbrauch
    Deutschland
    Schwanger
    Bundesgericht
    Thailand
    398 Interaktionen
    «Schlafe kaum»
    Koffer
    398 Interaktionen
    Drogen

    MEHR AUS USA

    Apple
    1 Interaktionen
    Cupertino
    donald trump
    Washington/Riad/Sanaa