Titel gegen Geld? Mitarbeiter von Prinz Charles lässt Amt ruhen

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    Grossbritannien,

    Auf ihn vertraute Prinz Charles jahrelang. Jetzt holt Michael Fawcett ein alter Korruptionsskandal ein.

    Prinz Charles
    Prinz Charles bat einen Pädophilen in den 1980er Jahren um Hilfe. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Mitarbeiter von Prinz Charles soll seine Position missbraucht haben.
    • Michael Fawcett wollte einem Saudi-Geschäftsmann einen Ehrentitel verschaffen.
    • Im Gegenzug spendete dieser Millionen an seine Stiftung.

    Neuer Skandal im britischen Palast: Weil er dabei geholfen haben soll, einem saudischen Grossspender einen Ehrentitel zu organisieren, lässt ein enger Mitarbeiter von Prinz Charles sein Amt als Chef einer Wohltätigkeitsorganisation ruhen!

    Der Geschäftsmann Mahfus Marai Mubarak hatte mindestens 1,5 Millionen Pfund (1,9 Mio Franken) für Projekte der Prince's Foundation gespendet und war im November 2016 in einer privaten Zeremonie vom Thronfolger als CBE (Commander of the Most Excellent Order of the British Empire) ehrenhalber ausgezeichnet worden.

    Prinz Charles
    Michael Fawcett ist ein enger Vertrauter von Prinz Charles. - Twitter

    Die Zeitungen «Sunday Times» und die «Mail on Sunday» berichteten nun, Michael Fawcett habe Beratern von Mahfus zugesichert, dass er und andere Mitarbeiter von Prinz Charles dabei helfen würden, eine Ehrung zu sichern.

    Der «Mail» zufolge soll Fawcett anschliessend auch Unterstützung dabei versprochen haben, dass Mahfus einen noch höheren Orden, den mit einem Ritterschlag verbundenen Titel KBE (Knight Commander), sowie die britische Staatsangehörigkeit erhält. Auf einem Schloss in Schottland, einer Residenz von Charles, die früher der Mutter von Queen Elizabeth II. gehörte, ist auch ein Waldstück nach Mahfus benannt.

    Queen Elizabeth Prinz Harry
    Prinz Charles und Queen Elizabeth. Prinz Harry soll die Beiden letzte Woche heimlich besucht haben. - AP

    Ein Sprecher von Mahfus sagte den Zeitungen, der Grossspender habe keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen und keine Gegenleistung erwartet.

    Prinz Charles vertraute auf seinen Berater

    Die Prince's Foundation leitete eine Untersuchung ein und betonte, sie nehme die Vorwürfe sehr ernst. Fawcett, der die Organisation seit 2018 leitet, habe seine Unterstützung zugesichert.

    prinz charles
    Prinz Charles und Herzogin Camilla bei der Queen's Birthday Party. Foto: Jens Kalaene - dpa-infocom GmbH

    Fawcett war seit 1981 in Diensten des Palasts und arbeitete sich bis zum Kammerdiener des ältesten Queen-Sohns hoch. 2003 wurde er von Vorwürfen freigesprochen, dass er beim Verkauf royaler Geschenke einen Anteil in die eigene Tasche gesteckt haben soll.

    Er trat dennoch zurück, auch weil der Untersuchungsbericht sein Verhalten im Palast kritisierte. Allerdings blieb er ein enger Vertrauter von Prinz Charles und arbeitete weiter als dessen Eventmanager.

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