Super Bowl: Donald Trump tobt wegen der Halbzeitshow von Bad Bunny
Die Halbzeitshow beim Super Bowl hat nicht nur Zuschauer begeistert, sondern auch Donald Trump in Rage versetzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Trump kritisiert Bad Bunnys Halbzeitshow als «einer der schlechtesten aller Zeiten».
- Der puerto-ricanische Künstler trat als erster Solo-Latino komplett auf Spanisch auf.
- Trotz Trumps Wut feiern viele Fans die Show als Botschaft der Einheit und Vielfalt.
Die Halbzeitshow des Super Bowls hat Donald Trump erwartungsgemäss in Rage versetzt.
Während Seattle Seahawks das Endspiel gegen die New England Patriots gewannen, nutzte der US-Präsident seine Plattform «Truth Social» für einen wütenden Rundumschlag gegen den Auftritt von Bad Bunny.
Trump bezeichnete die Show beim Super Bowl als «absolut schrecklich» und als «eine der schlechtesten aller Zeiten». Sie ergebe «keinen Sinn», sei «eine Beleidigung für die Grösse Amerikas» und entspreche «in keiner Weise unseren Standards für Erfolg, Kreativität oder Exzellenz».
Besonders störte ihn, dass der Auftritt fast ausschliesslich auf Spanisch stattfand. «Niemand versteht ein Wort von dem, was dieser Typ sagt», schrieb Trump – und schob nach, die Tanzeinlagen seien «ekelhaft», vor allem für Kinder, die weltweit zuschauten.
Dass in den USA mehr als 40 Millionen Menschen Spanisch sprechen, liess Trump unerwähnt. Ebenso, dass es für konservative Zuschauer eine Ausweichoption gab: Parallel lief eine alternative Halbzeit-Show mit Kid Rock und weiteren Rockmusikern. Trump hätte umschalten können – tat es aber nicht.
Stattdessen analysierte er Bad Bunnys Auftritt bis ins Detail und legte nach.
Trump hat Mühe mit der Botschaft von Bad Bunny
Offenbar traf Trump dabei weniger die Musik als die Botschaft. Bad Bunny verwandelte die Halbzeitpause in eine bunte, laute Feier der Vielfalt. Tänzer, Arbeiter und Liebespaare zogen durch ein Zuckerrohrfeld, Fahnen aus ganz Amerika wurden gezeigt, dazu klare Worte gegen Hass.
Ein Football mit der Aufschrift «Together we are America» wurde in die Kamera gehalten, im Hintergrund leuchtete der Satz: «Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe.»
Auch politische Akzente fehlten nicht. Mit dem Song «Lo que pasó con Hawaii» thematisierte Bad Bunny Gentrifizierung und kulturelle Verdrängung. Lady Gaga tauchte überraschend mit einem englischsprachigen Beitrag auf, Ricky Martin setzte weitere Akzente.
Für Trump war all das ein Affront. Die Show sei «ein Schlag ins Gesicht unseres Landes», schrieb er, das «jeden Tag neue Rekorde» setze. Schon vor dem Auftritt hatte Trump den Headliner als «schreckliche Wahl» bezeichnet und dem Super Bowl persönlich ferngeblieben.




















