Madonna

Streit um Budget: Biopic über Madonna wird nicht realisiert

Luca Micheli
Luca Micheli

USA,

Die geplante Filmbiografie über Madonna kommt vorerst nicht zustande. Hintergrund sind offenbar finanzielle Unstimmigkeiten mit der Produktionsfirma.

Madonna
Die geplante Filmbiografie über Pop-Ikone Madonna kommt vorerst nicht zustande. - getty images

Das Wichtigste in Kürze

  • Das seit Jahren angekündigte Biopic über Madonna wird vorerst nicht realisiert.
  • Die Sängerin spricht von Streitigkeiten über das Budget und den Drehort.
  • Auch eine Kooperation mit Netflix kam aufgrund Drehbuchrechten nicht zustande.

Sie ist die Pop-Ikone schlechthin, führt ein Leben im Blitzlichtgewitter und provoziert mit schrillen Outfits. Nach vielen Jahrzehnten im Showgeschäft sollte die Karriere von Madonna (67) auf die grosse Leinwand kommen. Doch aus dem geplanten Biopic über die Sängerin wird vorerst nichts.

2020 hatte Produzent Universal Studios das Projekt erstmals angekündigt. Madonna sollte den Film über ihr Leben selbst inszenieren und gemeinsam mit Diablo Cody (48) am Drehbuch schreiben. Später stiess Erin Cressida Wilson (62) als Autorin hinzu, 2022 wurde Schauspielerin Julia Garner (32) die Hauptrolle zugewiesen.

Realisiert wird der Film nun aber nicht, wie Madonna selbst im Gespräch mit dem «Interview»-Magazin bestätigt. Der Grund? Ein angeblicher Krach hinter den Kulissen.

Diskussionen um Budget und Drehort

Zwei Jahre lang habe sie mit der Produktionsfirma am Drehbuch gearbeitet, die Besetzung ausgesucht und die Finanzen geplant. Letzterer Punkt sorgte jedoch für Spannungen, wie die 67-Jährige jetzt erklärt. «Zwischen mir und Universal kam es zu Unstimmigkeiten wegen des Budgets. [...] Ich habe viel erlebt, deshalb brauchte ich ein grosses Budget.»

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«Vogue», «Material Girl», «Like a Virgin»: Madonna zählt mit ihren Hits zu den weltweit erfolgreichsten Interpreten der Musikgeschichte. - getty images

Eine grosse Summe für eine grosse Karriere, für die der Produzent jedoch kein Verständnis aufbringen konnte. Um die Kosten zu senken, brachte Madonna laut eigener Aussage den Vorschlag, den Drehort nach Serbien zu verlegen. Überzeugen konnte sie die Filmemacher damit offenbar aber auch nicht.

Diese hätten ihr nicht geglaubt, dass sie dort länger als vier Tage aushalten würde, mutmasst Madonna im Interview. Den Verantwortlichen machte sie daraufhin klar: «Mein ganzes Leben war ein Kampf ums Überleben. Ich fahre nicht dorthin, um Urlaub zu machen.»

Auch Netflix-Kooperation platzte

Nachdem die Zukunft des geplanten Biopics am seidenen Faden hing, hatte sich Netflix mit dem Vorschlag einer Serie gemeldet. Das Problem nur: Madonna habe den Stoff aus dem Universal-Drehbuch für den Streamingriesen nur verwenden dürfen, wenn sie es zu einem «Wucherpreis» abgekauft hätte. «Obwohl ich es geschrieben habe.»

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Die Sängerin klärt über die Schwierigkeiten zur Umsetzung ihres Biopics auf. - getty images

Auch die Umsetzung einer Serie wollte nicht in Fahrt kommen, unter anderem wegen der erfolglosen Suche nach einem passenden Showrunner.

Hättest du dir Madonnas Verfilmung angesehen?

Nach «acht oder neun» Monaten zog die Sängerin die Reissleine, um sich wieder der Arbeit zu widmen, für die sie auf die Welt gekommen sei: Dem Musikmachen. Daraus entstanden ist das neue Album «Confessions II», welches am 3. Juli erscheint.

Laut «People» haben sich Universal Studios und Netflix auf Nachfrage bisher nicht zu Madonnas Aussagen geäussert.

Madonna will nicht mehr nackt sein

So selbstbewusst wie Madonna spricht, so präsentiert sie sich auch. Mit ihren oftmals anzüglichen Looks beherrscht sie das Meisterwerk der Provokation in Perfektion. Nach all den Jahren soll nun ein neuer Reiz her. «Jetzt will ich nicht mehr nackt sein, weil alle nackt sind», meint die 67-Jährige im Interview.

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Madonna am 23. Juni 2026 an der Pariser Fashion Week. - getty images

Gegen den Strom zu schwimmen, liege in ihrer Natur. Deshalb wolle Madonna nun «das tun, was andere nicht tun: Nachdenken und Kleidung tragen». Gesagt, getan, präsentierte sich die Queen of Pop neulich bei der Paris Fashion Week Menswear auffällig zugeknöpft in einem roten Spitzen-Minikleid mit langen Ärmeln.

Provokation wird nicht hinterfragt

Nach dem Besuch der Modenschau wagte sie sich mit der britischen Singer-Songwriterin Charli XCX (33) bei einer exklusiven Saint-Laurent-Afterparty hinters DJ-Pult.

Was das Outfit betrifft, schlüpfte sich Madonna wieder in ihre altbekannte Rolle. So entschied sie sich für ein rosafarbenes Seidenkleid mit Leoparden-Jacke und kniehohen Stiefeln.

Kritik an ihrer Selbstinszenierung ist sich der Bühnenstar gewohnt. Und doch beschäftigt sie es, dass ihre Kunst oft missverstanden werde.

«Ich mache viele provokante Dinge. Aber es gibt immer einen Grund dafür, und niemand macht sich die Mühe, das zu hinterfragen», findet Madonna. Vielen Menschen entgingen «die Feinheiten und die Bedeutungsebenen» – besonders dann, wenn die Kunst von einer Frau komme.

Kommentare

User #2178 (nicht angemeldet)

"Ihr Kommentar enthält eine direkte Beleidigung gegen einen anderen Kommentator." - Wow! dabei habe ich bloss harmloseste Ironie spielen lassen!

User #4832 (nicht angemeldet)

Ein Grundsatz des Kapitalismus: Leute die Andere lumpen wollen selber nieeee maaaals gelumpt werden.

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