Nun wird ermittelt in einem MeToo-Fall - allerdings nicht gegen konkrete Personen, sondern zunächst gegen Unbekannt.
Bayreuther Festspiele Staatsanwaltschaft
Wolken ziehen über das Bayreuther Festspielhaus: Sexismusvorwürfe überschatten die Festspiele. - Nicolas Armer/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Sexismus-Vorwürfen bei den Bayreuther Festspielen ermittelt die Staatsanwaltschaft.

«Das Ermittlungsverfahren wurde aufgrund der medialen Berichterstattung von Amts wegen eingeleitet», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Mittwoch und bestätigte Medienberichte.

«Das Verfahren läuft derzeit gegen keine konkrete Person, sondern gegen Unbekannt.» Eine Strafanzeige liege bislang nicht vor, sagte der Sprecher.

Katharina Wagner «schockiert» über Berichte

Im «Nordbayerischen Kurier» hatten Frauen in der vergangenen Woche anonym berichtet, dass sie auf dem Grünen Hügel angefasst wurden oder sich sexuelle Anzüglichkeiten anhören mussten. Festspiel-Chefin Wagner bestätigte, dass auch sie selbst betroffen war: «Sexuelle Anzüglichkeiten und teilweise Übergriffe in gewisser Weise ja», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe mich aber zu wehren gewusst.» Sie fügte hinzu, sie habe «sehr, sehr deutlich gehandelt».

«Schockiert» sei sie von Berichten über Übergriffe, Beleidigungen und Anzüglichkeiten, sagte Wagner. Die Festspiele kündigten Konsequenzen an. «Das sind ungeheure Vorwürfe», sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Georg von Waldenfels. Es gebe «gar kein Vertun, dass wir mit allem Ernst und aller Unnachgiebigkeit dem nachgehen werden».

Die Bayreuther Festspiele waren am Montag mit einer Neuinszenierung von «Tristan und Isolde» gestartet.

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