Der One Republic-Sänger macht seinem Frust über die aktuellen Entwicklungen in der Musikbranche freien Lauf.
Ryan Tedder
Ryan Tedder - Bang

Ryan Tedder klagt über die Schwierigkeit, heutzutage Erfolg als Musiker zu haben. Der One Republic-Star denkt, dass es Künstler wegen der Dominanz von Streamingdiensten derzeit schwerer denn je haben. „Die frustrierende Sache an der Musik ist, dass es jetzt zu viel davon gibt. Jeden Tag werden 62.000 Songs auf Spotify hochgeladen, weshalb es also viel schwerer ist, gehört zu werden“, schildert der Musikproduzent. „Ein grosser Anteil der Leute, die streamen, haben noch nie eine CD besessen und hören kein Radio. Wenn sie David Bowies ‚Life On Mars‘ anhören, dann hören sie es zum ersten Mal. Die Entdeckungsquelle deckt die letzten 70 Jahre an Musik ab. Im Moment ist alles neu. Du bist mit jedem Song im Wettstreit, der je herausgekommen ist.“

Im Gespräch mit ‚BBC News‘ erzählt der 42-Jährige eine beispielhafte Erfahrung, die er mit seiner eigenen Band gemacht hatte. So entwickelte sich der alte One Republic-Song ‚Counting Stars‘ von 2016 plötzlich erneut zum Hit, nachdem ein Remix auf TikTok erschien. „Es ist ein Albtraum, denn wir leben in einer Zeit, in der Track sieben von einem Album, das du vor sechs Jahren veröffentlicht hast, eine grössere Chance hat, ein Hit zu werden, als der aktuelle Song, den du promotest. Es widerspricht der Schwerkraft“, zeigt sich Ryan unglücklich.

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