Bildbearbeitung GIMP 3.2 bringt grosse Verbesserungen
GIMP 3.2 ist erschienen. Die kostenlose Bildbearbeitung erhält neue Ebenentypen, bessere Dateiformate und zahlreiche Verbesserungen für Workflow und Bedienung.

Die Open-Source-Bildbearbeitung GIMP hat eine neue Hauptversion erhalten. Mit GIMP 3.2 baut das Projekt seine kostenlose Alternative zu professioneller Software deutlich aus.
Die neue Version folgt rund ein Jahr nach dem grossen Versionssprung auf GIMP 3.0. Laut dem Entwicklerprojekt bringt das Update zahlreiche Funktionen sowie Verbesserungen für Stabilität und Arbeitsabläufe.
Eine zentrale Neuerung von GIMP 3.2 sind sogenannte Vektor- und Link-Layer. Diese Ebenentypen erlauben flexiblere Arbeitsweisen und sollen besonders komplexe Projekte erleichtern.
Neue Ebenen und präzisere Filter bei GIMP 3.2
Wie das Entwicklerteam im offiziellen GIMP-Blog erklärt, ermöglichen Vektorebenen das Erstellen und Bearbeiten von Formen mit veränderbaren Füll- und Kontureigenschaften. Dadurch bleiben Grafiken auch bei Transformationen scharf und verlustfrei bearbeitbar, berichtet das Projekt «GIMP».
Link-Layer erlauben ausserdem das Einbinden externer Dateien als Ebenen. Änderungen an der ursprünglichen Datei werden automatisch im Projekt aktualisiert, schreibt das Entwicklerteam ebenfalls im Blog von «GIMP».
Neben neuen Ebenen verbessert GIMP 3.2 auch bestehende Funktionen. Laut dem Linux-Portal «Phoronix» arbeiten mehrere Bildfilter nun mit linearer Präzision, was eine genauere Farbberechnung ermöglicht.
Überarbeitete Werkzeuge, Fehlerkorrekturen und nicht-destruktive Funktionen
Zudem wurde die Bedienung einzelner Werkzeuge überarbeitet. Werkzeuge wie Flip- oder Scherfunktionen lassen sich teilweise direkt über Pfeiltasten steuern, berichtet «Phoronix».
Auch zahlreiche Fehlerkorrekturen sind Teil der neuen Version. Bereits während der Testphase wurden laut «WebProNews» mehr als 70 Fehler beseitigt, um Stabilität und Performance zu verbessern.
Ein weiterer Fokus der Entwicklung liegt weiterhin auf nicht-destruktiven Bearbeitungsfunktionen. Diese erlauben Änderungen an Filtern oder Ebenen, ohne die Originaldaten dauerhaft zu verändern.
Flexiblere Arbeitsabläufe und erweiterte Dateiformat-Unterstützung
Bereits mit GIMP 3.0 wurde dieses Konzept eingeführt und mit weiteren Versionen ausgebaut. Die Entwickler wollen laut «MacGadget» damit flexiblere Arbeitsabläufe ermöglichen und spätere Änderungen vereinfachen.

Darüber hinaus erweitert GIMP 3.2 die Unterstützung für Dateiformate.
So lassen sich zusätzliche Formate importieren oder exportieren, darunter grosse Photoshop-Dateien oder moderne Bildformate.
Häufigere Updates und schnelle Fehlerbehebung bei GIMP 3.x
Mit der 3.x-Reihe verfolgt das Projekt eine neue Veröffentlichungsstrategie. Statt sehr grosser Updates im Abstand vieler Jahre sollen künftig häufiger kleinere Versionen erscheinen.
Wie das Entwicklerteam erklärt, soll dieser Ansatz neue Funktionen schneller zu den Nutzern bringen. Gleichzeitig lassen sich Fehler schneller beheben und Verbesserungen früher integrieren, berichtet das Projekt «GIMP».
GIMP bleibt weiterhin freie Software unter einer Open-Source-Lizenz und ist für Windows, macOS sowie Linux verfügbar.












