Prinz William arbeitete vor einigen Jahren als Rettungspilot. Nun erinnert er sich: Besonders Vorfälle mit Kindern haben ihn sehr mitgenommen.
Prinz William hat seine Zeit als Rettungspilot sehr belastet.
Prinz William hat seine Zeit als Rettungspilot sehr belastet. - imago images/Papixs/Starface

Das Wichtigste in Kürze

  • Prinz William flog von 2010 bis 2013 bei der «Search and Rescue»-Einheit in Wales.
  • Die Einsätze seien für ihn und seine Familie oft sehr belastend gewesen.
  • Beim Symposium der Royal Foundation kündigte William das «Blue Light Together»-Paket an.
  • Dieses soll traumatisierte Rettungskräfte unterstützen.

Prinz William (39) hat sich in einem Gespräch mit Ersthelfern an seine Zeit als Rettungspilot zurückerinnert. Auf YouTube spricht er offen darüber, wie sehr ihn sein Job mitgenommen hat. So habe ihn jeder Einsatz, bei dem Kinder betroffen waren, «wirklich bewegt».

Es habe eine «Reihe von Momenten» gegeben, «in denen ich mich zurückziehen musste: Weil ich einfach zu sehr darin verwickelt war»; so erzählt es der 39-Jährige. Für ihn sei es «sehr schwer» gewesen, Familien in solchen Situationen zu sehen; vor allem, weil er ja auch eine eigene Familie zu Hause hatte. Für ihn sei es «wirklich wichtig» gewesen, nach dem Vorfall mit jemanden zu sprechen. Dennoch: «Es lässt einen nicht los, man kommt nur besser damit zurecht.»

Corona-Jahr war für Rettungskräfte besonders herausfordernd

Prinz William unterhält sich in dem Gespräch mit einem Paar, das ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Als Notfallassistentin und Rettungssanitäter haben auch sie durch ihren Job mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen. Besonders im Corona-Jahr hätten die beiden «Schicht auf Schicht mehr Tote, mehr Tragödien, mehr Traurigkeit» gesehen, sagte William.

Will Parish bestätigte: «Es war eine ziemlich entmutigende und beängstigende Zeit.» Das Video wurde am Donnerstag (25. November) auf einem Symposium der Royal Foundation gezeigt. Bei diesem befassten sich hochrangige Führungskräfte der britischen Rettungsdienste mit der psychischen Gesundheit ihrer Belegschaft.

Prinz William
Prinz William analysiert die Karte. - Keystone

Sie hätten alle «an einem Strang gezogen, um unser Bestes zu geben und die Last der Verantwortung zu teilen». Und auf dem Symposium kündigte William das sogenannte «Blue Light Together»-Paket an, das die psychische Gesundheit der Rettungskräfte unterstützen soll.

Diente bei der Royal Air Force

Prinz William absolvierte von 2009 bis 2010 eine Ausbildung als Hubschrauberpilot bei der Royal Air Force. Danach arbeitete er bis 2013 bei der «Search and Rescue»-Einheit in Wales. Kurz nach der Geburt seines ältesten Sohnes Prinz George (8) gab er seine militärische Karriere auf.

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