Nach Urteil: Høiby kommt nicht aus U-Haft frei
Nach seiner Verurteilung zu vier Jahren Haft kommt der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit vorerst nicht aus der Untersuchungshaft frei. Einen Antrag von Marius Borg Høiby lehnte das zuständige Gericht in Oslo ab. Erst kürzlich hatte der 29-Jährige mit Verweis auf den Gesundheitszustand seiner Mutter einen solchen Antrag gestellt – auch damals letztendlich ohne Erfolg. Mette-Marit leidet an einer schweren Lungenkrankheit. Ihr geht es seit Monaten nach Angaben des Hofs immer schlechter.

Das Gericht geht davon aus, dass Høiby im Falle seiner Freilassung trotz eines bestehenden Verbots Kontakt zu einer Ex-Freundin aufnehmen könnte. Ausserdem sieht es ein Risiko neuer Gewalttaten gegen die Frau. «Das Gericht hält eine weitere Inhaftierung für notwendig und verhältnismässig», hiess es in der Entscheidung. Diese bezieht sich zunächst auf einen Zeitraum von vier Wochen.
Høiby war zuvor am Montag von einem Gericht in Oslo für 34 Straftaten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Unter anderem wurde er in zwei Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht schuldig gesprochen. Gegen das Urteil will er nach Angaben seiner Verteidiger in Berufung gehen. Ziehe sich der Prozess wegen eines Berufungsverfahrens länger, müssten Alternativen wie eine elektronische Fussfessel in Betracht gezogen werden, hiess es vom Gericht.
Høiby sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Kurz vor Beginn des Prozesses gegen ihn hatte er gegen ein Kontaktverbot gegenüber der betroffenen Ex-Freundin verstossen.














