Tod

    Nach Tod: Ehefrau von Bruce Willis will sein Gehirn spenden

    Aline Klötzli
    Aline Klötzli

    USA,

    Keine schwarze Kleidung, gesicherte Türen: Das Leben von Bruce Willis hat sich stark verändert. So sieht sein neuer Alltag mit der Krankheit jetzt aus.

    Bruce Willis
    Emma Heming und Bruce Willis sind seit 2009 verheiratet. - 2018 Featureflash Photo Agency/Shutterstock.com

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bruce Willis wurde 2023 mit frontotemporaler Demenz diagnostiziert.
    • Ehefrau Emma gewährt in ihrem Buch nun Einblick in den neuen Alltag.
    • «Alle Türen müssen gesichert sein», schreibt sie unter anderem.

    Einst ein erfolgreicher Schauspieler, hat sich der Alltag von Bruce Willis (70) in den letzten Jahren drastisch verändert. Der Action-Held leidet an Demenz. Auch das Leben seiner Familie wurde dadurch auf den Kopf gestellt.

    Im Buch «Eine ganz besondere Reise» gewährt Emma Heming-Willis (47) nun Einblick in den neuen Demenz-Alltag ihres Mannes.

    Wohnen mit Kindern nicht mehr möglich

    Unter anderem offenbart Emma darin: «Da Bruce nicht mehr mit mir kommunizieren kann, muss ich wirklich in allen Dingen für ihn entscheiden. Ich kann ihn nicht fragen, wie er sich fühlt, was nicht stimmt oder ob er Schmerzen hat.»

    Emma Heming Willis
    Emma Heming Willis veröffentlicht ein Buch über die Demenz-Erkrankung ihres Mannes Bruce Willis. - Instagram/emmahemingwillis

    Sie habe lange geglaubt, dass niemand ihren Mann so gut versorgen könnte wie sie selbst. Wegen der Krankheit sei der Schauspieler aber «extrem geräuschempfindlich» geworden. Das wurde zum Problem – insbesondere aufgrund ihrer Kinder.

    Bruce Willis hat ein Vollzeit-Pflegeteam

    Emma und Bruce Willis haben zwei gemeinsame Töchter (11 und 13). Sie erinnert sich: «Spielverabredungen gingen gar nicht. Es war, als würde ich den Kindern einen Maulkorb anlegen.»

    Hast du jemanden in der Familie, der an Demenz erkrankt ist?

    Auch Emma, die sich noch zusätzlich allein um die Kinder kümmern musste, setzte die Pflege ihres Mannes zu. «Ich stecke mitten in der Erziehung einer vorpubertären Jugendlichen und eines Teenagers. Dass ich um Hilfe bitten konnte, hat uns in mehrfacher Hinsicht gerettet», sagt sie.

    Mittlerweile lebt Bruce Willis nicht mehr bei seiner Familie, sondern in einem «zweiten Zuhause» ganz in der Nähe. Es sei eine der schwierigsten Entscheidungen gewesen, sagte Emma Heming-Willis dazu bereits vor wenigen Monaten in einem Interview.

    Doch offenbar war es die richtige. Bruce wird in seinem neuen Daheim von einem Vollzeit-Pflegeteam betreut. «Und unser altes Haus ermöglicht mir, mich so auf meine zwei Mädchen zu konzentrieren, wie sie das verdient haben.»

    «Alle Türen müssen gesichert sein»

    Nebst ihren eigenen Erfahrungen gibt Emma im Buch anderen Angehörigen von Demenz-Erkrankten auch ihre Ratschläge weiter.

    Bruce Willis
    Emma und Bruce Willis lernten sich 2005 kennen. - Instagram/emmahemingwillis

    «Alle Türen müssen gesichert sein, damit Ihr Schützling nicht einfach davonlaufen kann», schreibt sie etwa. Der Herd sollte zudem eine Kindersicherung haben. Der Kühlschrank und das Gefrierfach sollten abgeschlossen werden können.

    Darum trägt Emma nichts Schwarzes

    Die zweifache Mutter erklärt ausserdem, warum sie in der Umgebung von Bruce Willis nichts Schwarzes trägt.

    «Menschen mit Demenz nehmen etwas Schwarzes häufig als eine Art Loch wahr. Tragen Sie also ein schwarzes T-Shirt, dann hat der zu Pflegende vielleicht den Eindruck, dass Ihr Kopf frei in der Luft schwebt.»

    Bruce Willis Emma
    Bruce Willis und seine Frau Emma. - Instagram/emmahemingwillis

    Dasselbe gilt auch für Gegenstände. So könne eine schwarze Fussmatte vor der Haustür wie ein Loch im Boden wirken.

    Ehefrau will Bruce Willis' Gehirn spenden

    Aufgrund der Krankheit von Bruce Willis musste sich seine Frau auch zunehmend mit dem Tod beschäftigen. Sie habe solche Gedanken lange vermieden.

    «Ich glaube, das liegt daran, dass man mir nicht beigebracht hat, wie man mit Trauer umgeht. Bruce' Krankheit hat mich aber gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen», so Emma.

    Sie sei sich bewusst, dass Demenz nicht heilbar ist. Menschen mit FTD hätten nach Einsetzen der Symptome eine mittlere Lebenserwartung von sieben bis dreizehn Jahren, erklärt sie.

    Bruce Willis
    Bruce Willis ist 2023 an Frontotemporaler Demenz erkrankt. - keystone

    Nach dem Tod von Bruce Willis möchte sie sein Gehirn spenden. Eine solche Spende sei «unendlich wichtig», so die 47-Jährige.

    Denn: «Die Forschung kann nur auf diese Weise wichtige Fortschritte machen, um neurodegenerative Erkrankungen wie FTD, Alzheimer und Parkinson zu verstehen, zu behandeln und irgendwann einmal vielleicht zu heilen.»

    Vater von fünf Töchtern

    Bruce Willis war vor Emma mit Schauspielerin Demi Moore (63) verheiratet. Mit ihr hat er drei weitere Töchter: Rumer (37), Scout (34) und Tallulah (31).

    Bei dem Hollywood-Star wurde 2022 eine Aphasie festgestellt. Kurze Zeit später beendete er aus diesem Grund seine Schauspielkarriere. 2023 folgte schliesslich die Demenz-Diagnose.

    Weiterlesen

    bruce willis
    10 Interaktionen
    Ehefrau enthüllt
    2 Interaktionen
    Los Angeles
    Bruce Willis
    51 Interaktionen
    Hand in Hand

    MEHR IN PEOPLE

    -
    2 Interaktionen
    Tabubruch
    -
    11 Interaktionen
    Regie muss eingreifen
    Harry Meghan
    97 Interaktionen
    Vorfall

    MEHR TOD

    St. Gallen
    1 Interaktionen
    St.Gallen
    Rom
    Hayden Panettiere
    Tod mit 36

    MEHR AUS USA

    Christa Pike (50)
    5 Interaktionen
    Cincinnati
    GTA 6
    5 Interaktionen
    Leonida
    Pentagon
    4 Interaktionen
    Washington
    Microsoft
    5 Interaktionen
    Freigabe