Nach Anzeigen: Stalker von RTL-Moderatorin meldet sich wieder
RTL-Moderatorin Mareile Höppner konfronierte ihren Stalker 2024 in ihrer Sendung. Trotz Anzeigen verschickt der Mann an andere Frauen weiterhin Dickpics.

Das Wichtigste in Kürze
- Mareile Höppner stellte ihren Dickpic-Stalker im Sommer 2024 bei RTL zur Rede.
- Viele Anzeigen seien seitdem gegen den Mann eingegangen, erklärt die Moderatorin nun.
- Doch Konequenzen blieben offenbar aus, die 49-Jährige zeigt sich «sehr beunruhigt».
Seit mehreren Jahren kämpft Mareile Höppner (49) gegen ihren Stalker. Nun gibt es beunruhigende Neuigkeiten: Der Mann, der auch andere Frauen mit Dickpics belästigt haben soll, ist offenbar wieder aktiv.
Stalker ist zurück
In einem Video auf Instagram erklärt die RTL-Moderatorin am Montagabend: «Mein alter Stalker meldet sich zurück. Nicht bei mir, aber doch bei einigen anderen Frauen.»
Rückblick: Im Sommer 2024 nutzte die 49-Jährige ihre Sendung «Extra», um eine Debatte anzustossen, von der sie selbst betroffen ist: Digitale Gewalt.
Monatelang bekam Höppner von einem damals 25-Jährigen ungefragt Penisbilder zugeschickt. In ihrer Rolle als Journalistin fühlte sie sich verpflichtet, das Thema öffentlich zu machen.

«Ich möchte das nicht länger akzeptieren und mich für betroffene Frauen stark machen. Denn es ist mehr als bedrückend, solche Bilder zu bekommen», erklärte die Moderatorin ihr Anliegen damals. Für ihre Investigativ-Reportage vereinbarte sie mit dem vermeintlichen Stalker einen Videocall.
Der Mann erschien – und wurde von der Moderatorin vor laufenden Kameras zur Rede gestellt. Selbst hier präsentierte sich der Online-Grüsel komplett entblösst, für die Fernsehzuschauer entsprechend verpixelt.
Trotz Anzeigen wieder aktiv
Nach dem Gespräch zeigte sich Höppner fassungslos: «Er will nicht enttarnt werden und gleichzeitig ist das seine Neigung. Er sucht die Demütigung. Es war sehr traurig und fast erschreckend.»
Der Mann sei mit sich selbst und seinen Neigungen überfordert, meinte die Journalistin damals.
Mit ihrer Recherche konnte Höppner offenbar erste Schritte in Gang setzen. Viele Anzeigen habe es seit der TV-Ausstrahlung gegen den fremden Mann gegeben, erklärt die Moderatorin nun auf Instagram.
Das Problem aber: In Portugal, wo der Stalker angeblich lebt, führt er seine Taten fort. Strafrechtliche Konsequenzen blieben bis zuletzt offenbar aus. Weitere Frauen hätten sich bei Höppner inzwischen gemeldet, schreibt sie.
Auch wenn sie selbst diesmal nicht betroffen ist, findet die 49-Jährige diesen Umstand «sehr beunruhigend». Genau deswegen rede sie nun wieder darüber. Höppner: «So etwas muss man zur Sprache bringen.»
Cheyenne Ochsenknecht ebenfalls belästigt
Kurz nach der Ausstrahlung von Höppners Recherche im Jahr 2024 meldete sich ein weiteres prominentes Opfer zu Wort: Auch Cheyenne Ochsenknecht wurde von dem besagten Mann mit Dickpics belästigt. «Er ist in meinen Augen krank und kriminell und gehört hinter Gitter», forderte das Model damals.
Im Dezember 2023 erstattete die 25-Jährige Anzeige gegen den Stalker, wenige Monate später stellte die Staatsanwaltschaft Berlin das Verfahren ein. Eine Rückverfolgung im digitalen Raum mittels IP-Adressen sei kaum möglich, so die Begründung der Ermittler.
Auch RTL-Moderatorin Höppner wurde sich der Sicherheitslücke bewusst: «Die Täter wähnen sich in Sicherheit, weil nur die wenigsten Fälle vor Gericht landen.» Die Journalistin forderte reelle Personennamen auf Social-Media-Profilen, damit es keinen rechtsfreien Raum mehr gibt.



















