Mode-Tycoon stürzt von Balkon in Thailand – jetzt spricht Geliebte

Simon Binz
Simon Binz

Thailand,

Während die Polizei von Suizid ausgeht, erhebt seine Freundin Zweifel: Der Tod des Asos-Mitgründers Quentin Griffiths sorgt für Spekulationen.

Asos
Ein Sturz aus dem 17. Stock, eine verschlossene Wohnung, viele offene Fragen: Nach dem Tod des Asos-Mitgründers Quentin Griffiths zweifelt seine junge Lebensgefährtin öffentlich an der offiziellen Darstellung. - Screenshot/X

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Asos-Mitgründer Quentin Griffiths stürzte am 9. Februar aus einem Hochhaus in Pattaya.
  • Die Polizei geht von einem Suizid aus, seine Freundin widerspricht nun öffentlich.
  • Der Todesfall wird überschattet von einem laufendem Streit mit der Ex-Ehefrau des Tycoons.

Der rätselhafte Tod des Asos-Mitgründers Quentin Griffiths (†58) wirft weiter Fragen auf.

Der britische Unternehmer stürzte am 9. Februar aus dem 17. Stock eines Apartments im thailändischen Pattaya. Während die Polizei von einem Suizid ausgeht, widerspricht seine deutlich jüngere Lebensgefährtin nun öffentlich dieser Darstellung.

«Ich kann nicht glauben, dass er sich selbst umgebracht hat», sagte die 26-jährige Jom Thipanongsri gegenüber «The Sun». Niemand in seinem Umfeld habe Anzeichen dafür gesehen, dass er sich das Leben nehmen wollte.

«Keiner hat irgendwelche Warnsignale bemerkt», erklärte sie. Auch habe er nach ihrer Kenntnis weder Antidepressiva noch andere entsprechende Medikamente eingenommen.

Todesfall überschattet von laufendem Streit mit Ex-Ehefrau

Rettungskräfte fanden den 58-Jährigen leblos am Boden unterhalb seines Balkons. Laut Ermittlern war Griffiths allein in der Wohnung, die von innen verschlossen war. Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen gab es nicht, auch die Obduktion ergab keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.

Der Tod ereignete sich vor dem Hintergrund eines anhaltenden Rechtsstreits mit seiner thailändischen Ex-Ehefrau. Sie hatte ihm vorgeworfen, Grundstücke und Firmenanteile im Wert von rund 520'000 Franken ohne ihr Wissen verkauft zu haben. Griffiths bestritt die Anschuldigungen, die Ermittlungen liefen zum Zeitpunkt seines Todes noch.

Asos
Der Mode-Unternehmer und Asos-Mitgründer Quentin Griffiths ist tot – doch für seine Freundin passt nichts zusammen. Sie könne «nicht glauben», dass Quentin Griffiths sich das Leben genommen habe. - Screenshot/X

Seine Freundin beschreibt den Unternehmer als lebenszugewandt und spricht von einem Schock, der bis heute anhalte. Sie habe «jeden Tag geweint» seit der Nachricht von seinem Tod. Das Paar hatte sich nach dem Scheitern seiner zweiten Ehe kennengelernt, zwischen beiden lag ein Altersunterschied von mehr als drei Jahrzehnten.

Quentin Griffiths gründete den Online-Modehändler Asos mit

Griffiths gehörte im Jahr 2000 zu den Mitgründern des Online-Modehändlers Asos, der sich in den folgenden Jahren zu einem weltweit erfolgreichen Unternehmen entwickelte.

Prominente Persönlichkeiten wie die Prinzessin von Wales oder Michelle Obama trugen später Designs der Marke. Griffiths selbst verliess das Unternehmen bereits 2005, profitierte jedoch später erheblich von Aktienverkäufen.

Asos
Diese Aufnahmen veröffentlichte thailändische Medien. Sie zeigen Quentin Griffiths kurz vor seinem Tod im Lift seines Apartmentgebäudes. - Screenshot/X

Ein Sprecher von Asos zeigte sich «traurig über das Ableben eines unserer ursprünglichen Mitgründer» und würdigte seine Rolle in den Anfangsjahren des Unternehmens. Die britischen Behörden unterstützen nach eigenen Angaben die Familie und stehen mit den thailändischen Stellen in Kontakt.

Aus dem Umfeld der Familie heisst es, die Umstände seines Todes seien weiterhin «ein echtes Rätsel». Vieles sei unklar, auch wenn die Ermittlungen bislang keine Hinweise auf ein Verbrechen ergeben hätten.

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Brauchst du Hilfe?

Bist du selbst depressiv oder hast du Suizidgedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Dargebotene Hand (www.143.ch).

Unter der kostenlosen Hotline 143 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe. Die Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Auch eine Kontaktaufnahme über einen Einzelchat oder anonyme Beratung via E-Mail ist möglich.

Für Kinder oder Jugendliche steht die Notrufnummer 147 zur Verfügung.

Hilfe für Suizidbetroffene: www.trauernetz.ch

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