Milli Vanilli & Co.: Stars sagen reihenweise bei Trump-Konzert ab
Bereits sieben von neun angekündigten Acts kehren den von Donald Trump organisierten «Freedom 250»-Konzerten den Rücken. So auch Fab Morvan von Milli Vanilli.

Das Wichtigste in Kürze
- Den Konzerten zur anstehenden US-Juliäumsfeier fallen immer mehr Künstler weg.
- Organisiert wird der Event aus dem Umfeld von Präsident Donald Trump.
- Nun hat auch Fab Morvan, Sänger von Milli Vanilli, seine Absage bekanntgegeben.
- Es sei nicht das, wofür er unterschrieben habe, begründet der Künstler.
Anlässlich des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung finden vom 25. Juni bis 10. Juli die «Freedom 250»-Konzerte statt. Doch die Veranstaltung, die in der National Mall in Washington, D.C. über die Bühne geht, erlebt derzeit eine Absagewelle.
Der Grund? Organisiert wird der Event aus dem Umfeld der Administration von US-Präsident Donald Trump (79). Einige der angekündigten Künstler entschieden sich plötzlich gegen eine Teilnahme. Nun zieht auch er nach: Fab Morvan (60), der Sänger von Milli Vanilli.
«Das ist nicht das, wofür ich unterschrieben habe»
Der Discopop-Star erklärt gegenüber CNN, zunächst keine politische Richtung hinter dem Event erkannt zu haben. Morvan ging von einem Nostalgie-Konzert aus, das Menschen zusammenbringen und musikalische Erinnerungen feiern solle. «Ich war dort, um die Leute zu vereinen, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und eine gute Zeit zu haben.»

Daraus wird jedoch nichts. Vergangene Woche folgte eine Absage auf die Nächste. Besonders der Rückzug von Rapper Young MC (59) sorgte bei Morvan für Fragezeichen. «Ich dachte: Was wissen die, was ich nicht weiss?»
Schliesslich musste auch der Milli-Vanilli-Star feststellen, dass er den Auftritt am Konzert aus Trump-Kreisen nicht mit seinen Werten vereinbaren kann. «Das ist nicht das, wofür ich unterschrieben habe», so der Sänger. Fab Morvans geplanter Auftritt am 26. Juni fällt somit ins Wasser.
Wussten Künstler nicht über Veranstalter Bescheid?
Doch das ist längst kein Einzelfall mehr. Auch viele andere Prominente haben sich bereits von den anstehenden Feierlichkeiten zu «Freedom 250» distanziert.
Rapper Young MC, der Morvan angeblich zum Umdenken bewegt hatte, erklärte, die Künstler seien nie über eine politische Dimension der Veranstaltung informiert worden.

Laut US-Medien herrschte zunächst Verwirrung über die Nähe des Events zum MAGA-Lager. Klar ist aber: «Freedom 250» wird über eine öffentlich-private Partnerschaft finanziert, darunter Geld von Trump-nahen Tech-Unternehmen.
Sieben von neun Acts abgesagt
Vor wenigen Tagen sagte auch die Band The Commodores, früher mit Lionel Richie (76) als Frontmann, ihren Auftritt ab. «Unsere Musik war immer unsere Stimme, und wir wollen uns öffentlich keiner einzelnen Partei anschliessen», hiess es in einem Statement auf Social Media. «Uns geht es um das Wohlergehen aller Amerikaner.»
Auch Country-Musikerin Martina McBride (59) zog die Reissleine. Die Solokünstlerin schrieb auf Social Media, sie sei «zu einem überparteilichen Event eingeladen worden. Was sich im Nachhinein als irreführend herausgestellt:» habe.
Inzwischen haben sieben von neun angekündigten Acts abgesagt, darunter auch C+C Music Factory, Bret Michaels (63) sowie Morris Day & The Time. Trotz der zahlreichen Absagen soll das 16-tägige Konzert weiterhin stattfinden. Im Line-up verbleiben unter anderem Vanilla Ice (58) sowie Flo Rida (46).
Trump plant Kundgebung statt Live-Musik
Der Veranstalter der Konzertreihe gab am Samstag bekannt, dass Trump die Eröffnungszeremonie am 24. Juni leiten wird. Kurz darauf schrieb der Präsident auf seiner Plattform «Truth Social», die verbliebenen Musikauftritte durch eine Kundgebung ersetzen zu wollen.

Entsprechend folgte Kritik an jene Künstler, die bereits abgesagt hatten: «Wir sollten eine riesige Make-America-Great-Again-Kundgebung für 250 Menschen veranstalten. Anstatt überteuerte Sänger zu engagieren, die niemand hören will, deren Musik langweilig ist und die nichts anderes tun, als sich zu beschweren.»




















