Australien sperrt «Heiligen Berg» Uluru für Touristen

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    Der Aufstieg auf den Uluru gehörte für viele zum Pflichtprogramm eines Australien-Urlaubs. Bekannt auch als Ayers Rock, ist der «Heilige Berg» der Aborigines-Ureinwohner jetzt für Touristen gesperrt. Wer sich an das Verbot nicht hält, muss Strafe zahlen.

    Das Besteigen des Uluru ist jetzt verboten. Foto: Lukas Coch/AAP/dpa
    Das Besteigen des Uluru ist jetzt verboten. Foto: Lukas Coch/AAP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auf Australiens bekanntestem Berg, dem Uluru, darf nicht mehr herumgeklettert werden.

    Der 348 Meter hohe Felsen mitten in der australischen Wüste ist seit Freitag für alle Touristen gesperrt.

    Künftig darf er nur noch vom Boden und aus der Luft angeschaut werden. Die Verwaltung des Nationalparks kam damit Bitten der Aborigines-Ureinwohner nach, die dort schon seit mehr als 30.000 Jahren zuhause sind. Für sie ist der rot schimmernde Berg heiliges Gelände.

    Mit dem Kletterverbot ging auch ein dunkles Kapitel Kolonialgeschichte zu Ende. Nach historischen Aufzeichnungen wurde der Berg erstmals 1873 von einem Weissen bestiegen. Bis vor ein paar Jahren nannte man ihn noch Ayers Rock - nach Sir Henry Ayers, einem ehemaligen Premierminister von South Australia. Inzwischen benutzen in Australien aber fast alle den Aborigines-Namen Uluru.

    Am Freitag nutzten nochmals tausende Touristen die letzte Möglichkeit, von oben viele Kilometer weit in den australischen Outback blicken zu können. Punkt 16.00 Uhr sperrte die Verwaltung des Nationalparks den Klettersteig ab. Nach und nach kamen die letzten Kletterer herunter. Wer gegen das Verbot verstösst, muss künftig mindestens 630 australische Dollar (knapp 390 Euro) zahlen.

    Am Wochenende soll es zusammen mit Aborigines eine Feierstunde zur Schliessung geben. Nächste Woche wird dann die Kette abmontiert, an der man sich bislang nach oben hangeln konnte. Der Uluru ist trotz seiner bescheidenen Höhe gefährlich. Der Fels ist nicht nur steil, sondern auch extrem glatt. Mindestens 37 Menschen kamen dort ums Leben. Zuletzt starb im Juli vergangenen Jahres ein 73 Jahre alter Japaner.

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