Kevin Spacey muss wegen Vertragsbruch über 30 Millionen US-Dollar an die Produktionsfirma der Netflix-Serie «House of Cards» zahlen.
Kevin Spacey
Kevin Spacey als «House of Cards»-Scheusal Frank Underwood. - Netflix

Das Wichtigste in Kürze

  • Kevin Spacey muss für seine Schandtaten am Set nun aufkommen.
  • Der Schauspieler und die Produktionsfirmen müssen über 30 Millionen Dollar Strafe zahlen.
  • Spacey soll am Set von «House of Cards» junge Männer sexuell belästigt haben.

Ein Richter am Schiedsgericht hat den Hollywoodstar Kevin Spacey (62) offenbar zu einer Strafzahlung von rund 31 Millionen US-Dollar verdonnert. Einem Artikel der US-Seite «Variety» zufolge befand das Gericht, dass Spacey gegen die Richtlinien bezüglich sexueller Belästigung von MRC verstiess. Es ist das Studio, bei dem die Serie «House of Cards» produziert wurde. Damit habe der Hauptdarsteller der Netflix-Politserie auch seinen Vertrag gebrochen, so die Begründung der Anwälte der Produktionsfirma.

Spacey und zwei seiner Produktionsfirmen, M. Profitt Productions und Trigger Street Productions, müssen laut des Berichts 29,5 Millionen Dollar an Schadenersatz berappen. Zudem 1,2 Millionen Dollar an Anwaltskosten übernehmen sowie 235'000 Dollar an sonstigen Kosten.

Kevin Spacey als prominentes Gesicht des MeToo-Skandals

Spacey ist neben Harvey Weinstein (69) und Bill Cosby (84) eines der prominentesten Gesichter des MeToo-Skandals. Mehrere junge Männer werfen Spacey vor, ohne Einverständnis unsittlich von ihm berührt worden zu sein. So sorgte Spacey auch am Set von «House of Cards», mit Kommentaren und sexuellen Übergriffen für ein «toxisches Arbeitsklima».

Als Reaktion auf die Anschuldigungen wurde beschlossen, die finale sechste Staffel der Serie ohne Spacey zu drehen. An seiner Stelle wurde Robin Wright (55) zur zentralen Figur der finalen Folgen. Spacey weist sämtliche Anschuldigungen bis zu diesem Tag vehement von sich.

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