Hella von Sinnen nimmt Mike Krüger wegen Gendern in die Zange
Mike Krüger schimpfte in einem Song über Gender-Sprache. Hella von Sinnen liess ihn damit nicht einfach davonkommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Mike Krüger veröffentlichte im April den Song «Die Gender-Jünger».
- Hella von Sinnen sprach ihn in ihrem Podcast direkt darauf an.
- Die Entertainerin verteidigte geschlechtergerechte Sprache klar.
- Am Ende räumte Krüger ein, dass sie «in allen Punkten recht» habe.
Mike Krüger (74) hat mit einem Song gegen Gender-Sprache ausgeteilt. Nun bekam der Komiker von Hella von Sinnen (67) deutlichen Gegenwind.
In ihrem Podcast «Gestatten, von Sinnen!» sprach die 67-Jährige ihren Gast direkt auf das Lied «Die Gender-Jünger» an. Darin hatte Krüger im April gegen geschlechtergerechte Sprache gewettert.
Von Sinnen will «zanken»
Schon zu Beginn machte von Sinnen klar, worum es ihr ging. «Ich wollte zanken mit dir», sagte sie zu Krüger.
Sie warf dem 74-Jährigen vor, ein grosser Gegner des Genderns zu sein. Gleichzeitig stellte sie klar: «Ich bin eine Freundin vom Sternchen.»
Von Sinnen erinnerte Krüger daran, dass er mit seiner Frau, seiner Tochter und seiner Enkelin in einem Frauenumfeld lebe. Gerade deshalb müsse er wissen, welche Macht Sprache habe.
Krüger verteidigt seine Sprache
Krüger erklärte daraufhin, er denke persönlich nicht viel über Frauen-Gleichberechtigung nach. In seiner Familie seien alle gleichberechtigt.
Zugleich gab er zu, dass dies weltweit nicht überall so sei. Trotzdem betonte er: «Aber ich liebe auch die deutsche Sprache.»

Für von Sinnen war das kein Argument. Sprache sei immer in Bewegung, sagte sie. Früher sei sie selbst noch als «Fräulein» bezeichnet worden. Heute wirke das selbstverständlich veraltet.
«Muss ich Frauen unbedingt erwähnen?»
Krüger blieb zunächst skeptisch. Für ihn wirke Gendern wie ein leichter Zwang. Er frage sich, warum er das machen solle.
Dann sagte er den Satz, an dem von Sinnen hängen blieb: «Muss ich denn jetzt die Frauen unbedingt noch erwähnen in der Sprache?»
Die Entertainerin liess das nicht stehen. Sie erklärte ihm, dass Gendern nur deshalb holprig wirke, weil viele Menschen es noch nicht gewohnt seien.
Am Ende gibt Krüger nach
Von Sinnen zeigte sich überzeugt, dass Krügers Enkelin in einigen Jahrzehnten ganz anders auf Sprache blicken werde. Für sie könne Gendern dann völlig normal sein.
Da lenkte der Komiker ein. «Ich sehe das auch ein», sagte er. Dann räumte er ein: «Du hast auch in allen Punkten Recht.»
Krüger hielt es am Ende sogar für möglich, dass seine Enkelin später selbst selbstverständlich so sprechen werde. Für von Sinnen war das wohl der entscheidende Punkt der Debatte.












