Mordverdächtige 17-Jährige aus Deutschland in Litauen gefasst
Rund fünf Monate nach einem mutmasslichen Mord an einem Jugendlichen in Deutschland ist die tatverdächtige 17-Jährige in Litauen gefasst worden.

Die Gesuchte sei von Zielfahndern des Landeskriminalamtes des westdeutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in Litauen ausfindig gemacht und in Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundeskriminalamt und den litauischen Behörden festgenommen worden, teilte die Polizei in Castrop-Rauxel mit.
Sie stehe im dringenden Verdacht, am 14. Januar einen gleichaltrigen Schüler heimtückisch und geplant mit einem Messer getötet zu haben. Aufgrund eines europäischen Haftbefehls sitze sie nun in Haft und soll nach Deutschland ausgeliefert werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Früheren Angaben der Ermittler zufolge hatten sich die beiden auf der Terrasse eines leerstehenden Hauses in Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen) getroffen. Dort soll sie ihn mit einem Stich in den Hals getötet haben. Nach der Tat war die Jugendliche bereits einmal festgenommen, aber zunächst wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Sie hatte eine Notwehrsituation geschildert, die sich anfänglich mit der Spurenlage deckte.
Bei der folgenden Auswertung ihres Handys ergaben sich laut Staatsanwaltschaft dann aber konkrete Hinweise darauf, dass die 17-Jährige ohne rechtfertigenden Grund zugestochen haben soll. Doch da war sie bereits auf der Flucht. Monatelang suchte die Polizei zunächst vergeblich nach ihr. Zum Motiv machten die Ermittler zunächst keine Angaben.










