Warenhauskonzern Galeria steht vor entscheidenden Wochen
Galeria steht erneut unter finanziellem Druck. Ohne Kredit droht eine vierte Insolvenz mit weitreichenden Folgen für Belegschaft und Betrieb.

Der traditionsreiche Warenhauskonzern Galeria führt seit Monaten Gespräche über eine Finanzierung mit dem US-Investor Gordon Brothers. Laut der «Wiwo» geht es um einen dreistelligen Millionenbetrag zur Stabilisierung der Liquidität.
Die finanzielle Lage gilt als angespannt, da laufende Verpflichtungen nur teilweise gedeckt werden. Zahlungsengpässe betreffen laut Branchenberichten auch Lieferanten und operative Kosten.
Ohne Kreditlösung droht eine vierte Insolvenz seit 2020. Besonders im Fokus steht dabei die Frage des erneuten Insolvenzgelds für rund zwölftausend Beschäftigte.
Warenwirtschaft unter Druck
Ein möglicher Insolvenzzeitpunkt im Sommer würde die Warenplanung zusätzlich erschweren. Schwächere Umsätze und neue Bestellzyklen treffen im Handel ungünstig aufeinander.
Der aktuelle Warenbestand gilt nach Rabattaktionen als ausgedünnt. Dies erschwert die kurzfristige Versorgung mit neuer Ware im laufenden Betrieb.
Lieferanten reagieren laut der «ND-aktuell» zurückhaltend auf neue Bestellungen und bestehende Risiken. Dadurch verschärft sich die Unsicherheit in der Warenkette weiter.
Galeria: Rechtliche Unsicherheiten beim Insolvenzgeld
Die Bundesagentur für Arbeit prüft der «Wiwo» zufolge erneut die Voraussetzungen für Insolvenzgeld. Hintergrund sind Vorgaben bei fortlaufender Planüberwachung eines Unternehmens.
Dies kann zu Einschränkungen bei der erneuten Zahlung von Insolvenzgeld führen. Entscheidend ist dabei die rechtliche Bewertung der wirtschaftlichen Kontinuität.

Diese Unsicherheit hätte direkte Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit im Krisenfall. Ein Kommentar von «Ruhrbarone» beschreibt Galeria als dauerhaft krisenanfälliges Unternehmen.












