«Etienne»-Sängerin Guesch Patti stirbt nach langer Krankheit
Die französische Sängerin Guesch Patti ist nach langer Krankheit im Alter von 80 Jahren in Paris gestorben.

Die französische Sängerin Guesch Patti ist gestorben. Sie starb nach langer Krankheit in Paris, wie ihr Agent mitteilte, berichtet der «Deutschlandfunk Kultur».
Mit bürgerlichem Namen hiess sie Patricia Porasse und wurde 1946 bei Paris geboren, schreibt der «Spiegel». Ihre Karriere begann als Tänzerin an der Pariser Oper und in klassischen Kompanien.
Sie spielte im Musical «Les Misérables» und gründete später das Trio Dacapo. Früh verstand sie sich als künstlerisches Chamäleon mit vielseitigem Ausdruck auf der Bühne.
Guesch Patti: Durchbruch mit «Etienne»
Den internationalen Durchbruch erzielte sie 1987 mit dem Song «Etienne», der europaweit in die Charts einstieg. Das erotische Schwarz-Weiss-Video sorgte laut «N-TV» wegen freizügiger Szenen für Aufsehen und Zensur.
Der Song wurde in vielen Ländern zum Hit und erreichte hohe Chartplatzierungen in Europa. Musiksender zeigten den Clip teils nur in zensierten oder späten Sendezeiten.
1988 folgte mit «Let Be Must the Queen» ein weiterer Erfolg auf dem Debütalbum «Labyrinthe». Später äusserte sie Kritik am Medienrummel rund um ihren grössten Hit.
Spätere Jahre und Vermächtnis
In den folgenden Jahren blieb Patti als Musikerin und Tänzerin auf der Bühne aktiv. 1997 stand sie erstmals in einem Kinofilm vor der Kamera in «Elles».
Ihr Agent würdigte sie als Künstlerin voller Lebensfreude und starker Bühnenpräsenz. Er betonte, sie hinterlasse bleibende Erinnerungen beim Publikum ihrer Auftritte.

Guesch Patti wurde 80 Jahre alt. Ihr Name bleibt vor allem durch ihren internationalen Durchbruch in der europäischen Popgeschichte verankert.












