Mia Madisson: «Die Produktion wollte, dass ich meine Brüste zeige»
Reality-Star Mia Madisson rechnet mit dem Schweizer «Bachelor» ab. Auch über Onlyfans, ihre Kindheit und einen Gefängnisaufenthalt spricht sie offen.

Das Wichtigste in Kürze
- Mia Madisson spricht im «Bireweich Talk» offen über ihre TV-Karriere.
- Brisant: Die «Bachelor»-Produktion schlug ihr den Nackt-Auftritt vor.
- Dates seien für Kamerawinkel und Aussagen immer wieder unterbrochen worden, verrät sie.
Mia Madisson (28) nimmt im «Bireweich Talk» kein Blatt vor den Mund. Die Reality-TV-Bekanntheit spricht über ihre schwierige Kindheit, ihren Durchbruch beim «Bachelor» und ihr Einkommen mit Onlyfans.
Besonders deutlich wird die Zürcherin, als es um ihren ersten Auftritt bei «Der Bachelor» geht. Madisson zog damals vor Bachelor Clive Bucher (34) blank und überreichte ihm ihre Nippel-Pads.
Die Idee dazu sei jedoch nicht von ihr selbst gekommen.
Produktion schlug Nackt-Auftritt vor
«Die kamen zu mir und sagten: Wir hätten eine Idee, was du dem Bachelor schenken kannst», erzählt Madisson. Sie sei damals noch sehr jung und naiv gewesen.
Die Produktion habe ihr erklärt, dass sie mit der Aktion «sicher sofort berühmt» werde. Madisson stellt klar: «Was denkst du? Ich komme doch nicht auf die Idee und zeige dem Bachelor meine Titten.»

Tatsächlich machte sie der Auftritt schlagartig bekannt. Sie schaffte es in der Staffel mit Clive Bucher bis auf den dritten Platz.
Ganz der Realität entsprochen habe die Sendung trotzdem nicht. «Alles ist nicht gescriptet, aber es ist schon nicht wirklich natürlich», sagt Madisson. Dates seien immer wieder unterbrochen worden, damit Kamerawinkel angepasst oder Aussagen nochmals aufgenommen werden konnten.
«Sonst kommst du nicht weiter»
Direkte Anweisungen hätten die Kandidatinnen zwar ablehnen können. Das habe jedoch Folgen gehabt.
«Zwingen können sie dich nicht», sagt Madisson. Wer sich weigere, könne aber davon ausgehen, dass sie oder er in der Sendung nicht weit komme. Die Produktion habe einen grossen Einfluss auf den Verlauf.

Für ihre Teilnahme habe sie damals nach eigener Aussage rund 2600 Franken erhalten. Reise und Unterkunft in Thailand seien zusätzlich bezahlt worden.
Von Schweizer Reality-TV hält Madisson heute wenig. Der Schweizer «Bachelor» sei im Vergleich zu deutschen Produktionen «verdammt schlecht», urteilt sie.
OnlyFans bringt das meiste Geld
Mittlerweile lebt die zweifache Mutter vor allem von Social Media, Werbekooperationen und Onlyfans. Die Erotikplattform sei dabei ihre wichtigste Einnahmequelle.
Auf die Frage, ob Onlyfans mit Abstand am meisten einbringe, antwortet Madisson klar: «Mit Abstand.»
Es habe allerdings auch Monate gegeben, in denen die Einnahmen zurückgegangen seien. Damals habe sie sich gefragt, ob sie wieder einer gewöhnlichen Arbeit nachgehen müsse.
«Von oben wieder runterzugehen, ist schwierig», sagt sie. Sie könne sich kaum noch vorstellen, dass ihr wieder ein Vorgesetzter sage, was sie zu tun habe.
Ganz ausschliessen will sie eine Rückkehr in ein Angestelltenverhältnis aber nicht. Sollte finanziell gar nichts mehr laufen, würde sie wieder arbeiten.
Als Kind ins Heim gebracht
Hinter Madissons selbstbewusstem Auftreten steckt eine schwierige Geschichte. Sie erzählt, dass ihr Vater ihre Mutter geschlagen habe.
Madisson war damals nach eigener Aussage fünf oder sechs Jahre alt. Später sei sie von der Polizei abgeholt und zunächst in einer Pflegefamilie untergebracht worden.
«Es gab sehr viele Scheissjahre», sagt sie rückblickend. Heute gehe es ihr aber gut.
In der Schule habe sie Mühe gehabt und bereits die erste Klasse wiederholen müssen. Später absolvierte sie eine Lehre als Coiffeuse.
Wegen SBB-Rechnungen im Gefängnis
Auch mit dem Gesetz geriet Madisson in Konflikt. Zweimal sei sie im Gefängnis gewesen, erzählt die Reality-Bekanntheit.
Der Grund waren laut ihr unbezahlte SBB-Rechnungen. Ihre Mutter habe sie noch gewarnt: «Wenn du nicht zahlst, gehst du in den Knast.»
Madisson habe ihr nicht geglaubt. Im Alter von 19 oder 20 Jahren sei sie schliesslich für ungefähr zwei Wochen inhaftiert worden.
Ihre Lehre daraus ist eindeutig: «Bezahlt eure SBB-Rechnungen. Die holen dich ab.»








